Schneedorf Ötztal

Iglu Übernachtung im Ötztal

Tauche ein in eine Welt aus Eis und Schnee

Du bist auf der Suche nach einem unvergesslichen und außergewöhnlichen Winterabenteuer? Dann ist eine Übernachtung in einem Iglu in den tief verschneiten Ötztaler Alpen in Tirol genau das Richtige für dich!

Das Schneedorf liegt eingebettet in mitten des Skigebietes Hochoetz auf über 2.000m Höhe und ist in Österreich fast einmalig. Jedes Jahr wird im Dezember mit dem Aufbau des Iglus begonnen und eine ganz neue Welt aus Schnee und Eis geschaffen.

Anreise

Unglaublich aber das Schneedorf ist sogar mit den öffentlichen Verkehrsmitteln einfach zu erreichen. Der Bahnhof Ötztal wird von vielen Regionalzügen angefahren. Vom Bahnhof fährt regelmäßig ein Bus ca. 15 bis 20 Minuten in das Dorf Oetz – der Ausgangspunkt für die Iglu Übernachtung. Ich selbst bin von Wien mit der ÖBB ins Ötztal angereist (Dauer: rund 5 bis 6 Stunden – die Züge fahren mehrmals täglich).

Von Oetz bringt dich die Acherkogelbahn direkt auf den Berg und nach einem gemütlichen Spaziergang auf präparierten Winterwanderweg mit herrlichem Bergpanorama erreicht man nach ca. 20 bis 30 Minuten das Schneedorf.

Wer mit dem Auto anreist kann dieses direkt bei der Acherkogelbahn kostenlos parken.

Was kostet ein Wochenende im Schnee?

  • Preis in einem Iglu: EUR 188,-
  • Preis für eine Berg- und Talfahrt mit der Acherkogelbahn: EUR 22,-
  • Preis für eine Schneeschuhwanderung: EUR 69,-
  • Übernachtung Vortag im Tal: EUR 58,14 (Haus Tirolerland)

Die Preise sind pro Person angegeben (Stand Winter 2021/2022).

Schneeschuhwanderung

Wir haben uns entschieden zusätzlich noch eine Schneeschuhwanderung dazu zu buchen. Die Wanderung beginnt zwischen 10:00 und 11:00 Uhr bei der Bergstation der Acherkogelbahn. Mit einem erfahrenen Guide geht es kreuz und quer einmal durch den Tiefschnee bis zu einem schönen Aussichtspunkt. Es war meine erste Schneeschuhwanderung und ich war total begeistert wie lustig und einfach es ist, mit Schneeschuhen zu wandern. Durch die Schneeschuhe sinkt man nicht so tief in den Schnee ein, wodurch das Gehen durch den Schnee deutlich leichter fällt als mit normalen Schuhen. Außerdem kann man auch abseits der präparierten Wege durch die traumhafte Schneelandschaft wandern.

Nach ca. drei Stunden endet die Tour. Wir durften die Schneeschuhe jedoch für den Rest des Tages behalten und konnten damit noch ein bisschen auf eigene Faust durch die Gegend wandern, eine Pause in der gemütlichen Almhütte „Kühtaile Alm“ einlegen und anschließend ins Schneedorf spazieren. Der Guide hat uns schon vorab den Weg gezeigt. Wir waren die ersten Besucher im Schneedorf und konnten deshalb ein paar gute Fotos machen und durften uns sogar ein Iglu aussuchen.

Das war definitiv nicht meine letzte Schneeschuhwanderung!

Eine Übernachtung im Iglu

Das Abenteuer kann losgehen! Falls man keine Schneeschuhwanderung gebucht hat, ist der Treffpunkt für die Iglu Übernachtung um 16:00 Uhr bei der Bergstation der Acherkogelbahn. Von dort wandert man gemeinsam zum Schneedorf.

Programmablauf im Schneedorf:

  • Begrüßung, Kennenlernen und Rundgang durch das Schneedorf
  • Beziehung des Iglus
  • gemeinsames Abendessen im Iglu Restaurant mit lecker Käsefondue
  • Schlafsackeinführung
  • Fackelwanderung inkl. Teetrinken und Sterne beobachten
  • Lagerfeuer mit Marshmallow grillen
  • An der Eisbar wärmende Getränke zu sich nehmen (nicht im Preis inkludiert)
  • wer Lust hat kann sich einen Tellerbob schnappen und abends die leere Piste hinabsausen

Die Mitarbeiter waren stets freundlich und bemüht. Wichtig ist, dass man nicht auskühlt. Durch das aktive Programm wird man laufend beschäftigt, wodurch einem auch nicht so schnell kalt wird. Das Schneedorf existiert schon seit ca. 15 Jahren weshalb das gesamte Team sehr erfahren ist und alles reibungslos abläuft.

Eine kleine Überraschung: als wir im Schneedorf ankamen erwartete uns eine mega Überraschung! Unglaublich aber im Schneedorf gibt es sogar eine Sauna! Perfekt um sich zwischendurch (auch mit Skikleidung) oder vor dem Schlafengehen noch einmal so richtig aufzuwärmen. Herrlich!

Gut zu wissen:

  • das Gepäck wird mit dem Schneemobil in das Schneedorf transportiert
  • die bereitgestellten Schlafsäcke sind für Temperaturen bis -40 Grad ausgelegt
  • im Iglu hat es um die null Grad
  • für das Gepäck gibt es einen beheizten Raum damit man morgens in warme Schuhe und Kleidung schlüpfen kann
  • Es gibt beheizte Toiletten mit Waschbecken jedoch keine Duschen
  • das Schneedorf besteht aus ca. 15 Iglus
  • es gibt entweder ein Zweieriglu oder ein Familieniglu für vier Personen
  • Frühstück gibt es in der Almhütte nebenan
  • Inklusivleistungen: alle Aktivitäten lt. oben angeführten Programmablauf sowie das Frühstück am nächsten Morgen sind inkludiert.
  • Öffnungszeiten: täglich von Dezember bis April
  • Skipisten befinden sich gleich nebenan
  • wer danach Wärme und Erholung sucht, kann den Aufenthalt im Ötztal mit einem Besuch in der AQUA DOME Therme in Längenfeld kombinieren

Tipp: zum Schlafen ins Iglu sollte man nur Dinge mitnehmen, die man wirklich braucht. Ich hatte nur mein Handy dabei, welches ich zu mir in den Schlafsack genommen habe um es warm zu halten. Gepäck, Schuhe und Kleidung wird im Umkleideraum gelassen.

Ist es nachts kalt?

Eigentlich nicht nein! Wichtig ist, dass man warm ins Bett geht. Die zur Verfügung gestellten Schlafsäcke sind speziell für hohe Minustemperaturen ausgelegt und speichern deine Wärme. Beim Schlafen gehen sollte man darauf achten, dass der Schlafsack gut zugezogen ist und somit keine Wärme verloren gehen kann. Lediglich der Kopf ist an der frischen Luft weshalb man unbedingt eine warme Haube tragen sollte. Ich bin mit Thermoleggins, Thermosocken, Handschuhen und Mütze schlafen gegangen und mir wurde nachts sogar richtig warm, weshalb ich die Socken und Handschuhe ausziehen musste. In diesem Fall gilt wirklich: weniger ist mehr!

Packliste für eine Nacht im Iglu:

  • warme Winterkleidung (Skijacke, Skihose, Handschuhe, Mütze, Schal, Pullover, Funktionsshirt, Thermounterwäsche)
  • Wechselgewand falls etwas nass wird
  • wasserfeste Winterwanderschuhe
  • ev. eine Powerbank
  • Hygieneartikel (Handtuch wird einem zur Verfügung gestellt)
  • Fürs Schlafen: Funktionskleidung oder ev. Thermounterwäsche
  • Sonnenschutz und Sonnenbrille

Tipp: ganz wichtig ist, dass man beim Schlafen eine Mütze trägt.

Und nach der Iglu Übernachtung?

Das Programm endet am nächsten Tag nach einem Frühstück in der Balbach Alm. In der Umgebung gibt es viele Unternehmungsmöglichkeiten. Zum Beispiel kann man direkt beim Schneedorf auf den vielen Pisten Skifahren, Erholung in einer Therme suchen oder ins Tal zurück fahren und dort eine gemütliche Wanderung zum Piburger See – so wie wir es gemacht haben – unternehmen. Am späten Nachmittag haben wir die Heimreise nach Wien angetreten. Was für ein perfektes Wochenende!

Fazit Übernachtung im Iglu

Zugegeben die Übernachtung im Iglu selbst ist nicht das Highlight. Die Betten sind aus Schnee und Eis gebaut und mittels Styroporplatten und Schaffelldecken isoliert. Die Liegefläche ist deshalb etwas hart und man spürt anfangs noch ganz leicht die Kälte durch. Es zählt jedoch nicht die Nacht selbst, sondern alles drum herum, das gesamte angebotene Programm und das spezielle Feeling machen die Iglu Übernachtung zu einem einzigartigen und unvergesslichen Erlebnis. Ich wurde von einer Welle Glücksgefühlen überrollt und war einfach nur begeistert und dankbar dies erleben zu dürfen. Abends am Lagerfeuer sitzen, den Sonnenuntergang beobachten und die friedliche Ruhe mitten in den Tiroler Alpen genießen, komplett abgeschieden im Tiefschnee. Einfach nur besonders und absolut empfehlenswert!

Tipp: die Übernachtung im Iglu eignet sich perfekt als Geburtstags- oder Hochzeitsgeschenk – Gutscheine sind erhältlich.

Weitere Informationen zum Schneedorf findest du HIER.

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