La Digue, Insel, Seychellen, Seychelles, Anse Source d'Argent

Seychellen – La Digue

Mein ausführlicher Reisebericht über die traumhafte Insel La Digue auf den Seychellen

Heute möchte ich euch ausführlich über meinen Urlaub auf La Digue, eine kleine Insel der Seychellen, erzählen. In diesem Blogpost erfährt ihr mehr über die Reise vor Ort.
In meinem bereits vorhandenen Blogpost „Seychellen – Planung und Buchung“ erfährt ihr mehr über die Reiseplanung, Kosten sowie Buchung des Urlaubes und wieso ich mich gerade für La Digue entschieden habe. Also schaut gerne vorbei. 🙂

Zur Einstimmung auf den folgenden Beitrag und den darin enthaltenen traumhaften Bildern könnt ihr gerne mein Drohnenvideos über die Insel anschauen:

Anreise

Am 30. April 2018 ging es für meine Mama und mich los. Wir flogen von Wien mit Fly Emirates mit Zwischenstopp in Dubai (ca. 3-4 Std. Aufenthalt) auf die Hauptinsel Mahé und von dort aus fuhren wir mit der Fähre eine Stunde nach Praslin und anschließend nochmal 15 Minuten mit der Fähre nach La Digue. Die Anreise war etwas anstrengend und zog sich etwas in die Länge, da die Fähren nicht allzu regelmäßig fahren und es dadurch zu Wartezeiten am Hafen kommt. Insgesamt dauerte die Anreise von unserer Haustür zu Hause bis zur Ankunft in unserem Hotel in La Digue ca. 24 Stunden, davon reine Flugzeit um die 10 Stunden.

Insel Praslin – Aussicht von der Fähre aus, kurz vor der Ankunft am Hafen in Praslin

Über La Digue

La Digue ist die kleinste der drei bewohnten Hauptinseln (Mahé – Praslin – La Digue). Es leben rund 2.200 Bewohner auf der gerade einmal 10 km² großen hügeligen und voll bewachsenen grünen Insel. Fortbewegungsmittel Nr. 1 ist das Fahrrad. Jeder Tourist sollte sich für den Aufenthalt ein Fahrrad mieten (6 bis 10 Euro pro Tag), denn damit kann man die gesamte Umgebung perfekt erkunden. Kaum fährt man mit dem Fahrrad los, vorbei an unzähligen riesigen Palmen, hört die gut gelaunte Musik der Einheimischen und spürt den leichten Fahrtwind, so entspannt man immer mehr und fühlt das gelassene Inselleben.

Räder statt Autos – Parkplatz auf La Digue

Wo genau die über 2.000 Inselbewohner wohnen sollen, kann ich nicht nachvollziehen, da die einzige Ortschaft auf La Digue, La Passe, gerade einmal aus wenigen Straßen besteht. Rund 80% der Bevölkerung sind Christen und sprechen die Landessprache „Creolisch“ sowie Englisch und Französisch. Die Männer auf La Digue sind äußerst freundlich, jedoch zu keiner Zeit aufdringlich und möchten einem nichts andrehen, so wie ich es z.B. aus vielen anderen Ländern kenne. Die Frauen sind weitaus zurückhaltender.

Strände auf La Digue

Auf La Digue gibt es insgesamt 18-19 Strände, die unterschiedlicher nicht sein könnten. Von paradiesisch schön, beeindruckend und außergewöhnlich bis zu ganz ok wobei die wunderschönen Strände natürlich deutlich überwiegen!

Quelle: https://auswandern-info.com/seychellen-2/karte

Jeder Strand ist von den beeindruckenden Granitfelsen eingerahmt. Einige der Strände sind nur mit einheimischen Guides zu erreichen. Wir haben alle Strände außer Anse Caiman (zu gefährlicher Weg) besucht. Die Strände im Südosten der Insel haben mir besonders gut gefallen (von der Anse Marron bis zur Anse Coco). Der Sand ist makellos weiß und total fein. Das Wasser ist türkis bis kristallklar. Die Strände sind nicht perfekt zum Baden geeignet, da die Wellen hoch und die Strömung sehr stark ist, doch gerade die Brandung und der Sand machen diese Strände meiner Meinung nach so beeindruckend und interessant.

Anse Source d’Argent

Im Westen der Insel ist der Sand nicht ganz so fein. Hier könnt ihr viele Korallenstückchen und Muscheln sowie Seegras finden. Das Wasser ist flach und meist ruhig. Perfekt zum plantschen. Gerade im Westen sowie im Osten der Insel merkt man die Gezeiten stark. Bei Ebbe zieht sich das Wasser sehr zurück. Baden ist oftmals nicht immer gut möglich. Auf den Fotos wirkt die Ebbe jedoch weitaus schöner als die Flut. Die schönsten Strände stelle ich euch noch etwas genauer vor.

Der Nordosten der Insel (Strände nach Anse Patates) ist meiner Meinung nach die unattraktivste Seite der Insel, trotzdem lohnt es sich, die Seite einmal kurz mit dem Rad zu erkunden und eventuell bei Chez Jules für einen Drink oder ein leckeres Mittagessen mit Blick auf das Meer halt zu machen.

Zur Info: „Anse“ bedeutet „Bucht“

Anse Patates eignet sich gut zum Schnorcheln

Anse Coco

Mein absoluter Lieblingsstrand! Nicht nur auf La Digue sondern bisher auch weltweit der schönste Strand den ich je gesehen habe. Der ca. 40 Minuten lange „Weg“ zur Anse Coco führt nur zu Fuß über die Grand Anse und Petite Anse. Der Weg ist meist dicht mit tropischen Pflanzen bewachsen, führt vorbei an einem kleinen Teich und durch den steinigen Wald bergauf sowie bergab. Der Fußmarsch ist aber nicht allzu anstrengend, für jeden gut machbar und eigentlich gut zu finden.

Weg zur Anse Coco

Auf Anse Coco angekommen erwartet euch ein traumhafter langer Sandstrand. Hier könnt ihr alle Farben des Meeres sehen. Der Sand ist makellos wie Puderzucker. Keine einzige Muschel, kein Schmutz, keine Korallen… einfach nur feiner Sand. Rechts und links wird der Strand durch Granitfelsen eingerahmt. Schatten findet man ausreichend. Ganz hinten am Strand befindet sich ein paradiesischer Naturpool. Hier könnt ihr beobachten, wie die Wellen gegen die Felsen schlagen. Das Wasser im Naturpool ist glasklar. Die Felsen rundherum, der Hügel voll mit sattgrünen Pflanzen und den kleinen Palmen sowie der blaue Himmel mit weißen Wölkchen machen die Aussicht vom Pool aus perfekt! Hier könnte ich ewig bleiben.

Die Brandung außerhalb des Naturpools ist sehr stark und wahnsinnig schön zu beobachten. Wie gerne ich nur im Uferbereich lag und mich von den hohen Wellen bespritzen ließ. Anse Coco – mein absoluter Traumstrand.


Anse Source D’Argent

Er gilt als der schönste und meist fotografierteste Strand der Welt. Ich persönlich stelle mir unter dem schönsten Strand der Welt ein bisschen etwas anderes vor. Den Ruf hat er vor allem durch seine einmaligen beeindruckenden Granitfelsformationen bekommen. Aber keine Frage… dieser Strand ist anders aber wunderschön!

Durch die Berühmtheit finden dort öfters Hochzeiten und Fotoshootings statt. Der Strand ist verständlicherweise der best besuchste der Insel wobei er noch nicht überfüllt ist. Allgemein sind die Strände auf La Digue eher mäßig bis wenig besucht. Im Vergleich zu anderen Stränden auf der Welt ist auf La Digues Stränden sehr wenig los.

Der Anse Source D’Argent liegt im wunderschönen bepflanzten L’Union Estate Naturschutzpark.

Der Eintrittspreis beträgt SCR 115,- (ca. 7 Euro pro Person). Dieser Park mit den dazugehörigen Stränden ist so traumhaft schön, dass wir ihn öfters besucht haben. Im gepflegten Park befindet sich eine Vanilleplantage, Riesenschildkröten, eine Kunstgallery, unzählige riesige Kokosnusspalmen, ein riesengroßer Felsen, Strandhütten mit frischen Fruchtsäften und Essensmöglichkeiten sowie mehrere schöne Strandabschnitte. Wie gerne ich nur mit dem Fahrrad durch den von Palmen eingesäumten Park geradelt bin. Hier fühlt man sich wie im Paradies!


Anse Severe

Der schöne lange Strand ist sehr gut und schnell erreichbar, bietet ausreichend Schattenplätze und ist auch zum Schnorcheln gut geeignet. Durch das flache und ruhige Wasser ist er für Familien optimal.

Zwei freilebende Riesenschildkröten leben direkt vor Ort und können täglich bewundert werden. Aber Achtung… macht sich die Schildkröte einmal zu einem Spaziergang auf, trampelt sie einfach über alles, was ihr im Weg liegt. Oft müssen Strandbesucher ihr Badetuch und ihren Rucksack vor der Schildkröte in Sicherheit bringen! 😉


Übrigens kann man von Anse Severe perfekt den Sonnenuntergang sowie die Nachbarinsel Praslin beobachten.


Grand Anse

Der Grand Anse ist ebenfalls ein wunderschöner Strand und mit Anse Coco und Petite Anse vergleichbar jedoch gibt es leider nur sehr wenige Schattenplätze. Der Strand ist etwas weiter vom Zentrum der Insel entfernt aber mit dem Fahrrad problemlos zu erreichen. Hier ist Schwimmen aufgrund der starken Strömung und der Wellen verboten bzw. auf eigene Gefahr. Also bitte nicht zu weit ins Wasser gehen! 

Abenteuerwanderung mit Sunny Trail Guide zur Anse Marron

Jedem der auf La Digue ist, empfehle ich die Tour mit Robert zu buchen! Bei der Südumrandung lernt man die Insel und deren Flora noch intensiver und von einer ganz anderen Seite kennen. Während der gesamten Tour hat man einen fantastischen Ausblick auf die unberührte Natur sowie die wilden und einsamen Strände der Insel. Die Wanderung ist wirklich abenteuerlich. Es geht durch dicht bewachsene „Wege“, man klettert über viele Felsen, wandert durch den „Dschungel“ La Digues, quetscht sich durch Felsspalten und marschiert durch knietiefes Wasser. 

Während der Tour achtet Robert immer sehr auf die Sicherheit der Teilnehmer und zeigt einem Pflanzen wie etwa Zimtbäume oder Tee. Er holt jedem eine Kokosnuss zum Verzehr von der Palme und zeigt wie man sie öffnet.

Je nach Gezeiten startet man bei der Grand Anse und wandert alle Strände bis zum L’Union Estate Park ab (oder eben umgekehrt). Die Tour dauert ca. 6 Stunden. Ziel nach etwa zwei stündiger Wanderung ist der einsame und wunderschöne Strand „Anse Marron“. Hier kommt man definitiv nicht mehr aus dem Staunen heraus!
Am Strand serviert euch Robert frische sowie gebackene Früchte während ihr die nächsten zwei Stunden auf dem Traumstrand im Naturpool relaxen könnt!

Ich empfand die Wanderung als nicht allzu anstrengend wobei es durch die hohe Luftfeuchtigkeit sehr schweißtreibend ist. Kosten pro Person EUR 40,00. Die Tour kann nur mit Guide durchgeführt werden. Die, wenn überhaupt vorhandenen, Wege sind kaum ersichtlich und wie ihr seht, dicht bewachsen. Ein Tourist ohne Einheimischen würde die Route niemals alleine finden und könnte sich schnell verirren! Übrigens bestand unsere Gruppe hauptsächlich aus unheimlich liebenswerten Deutschen und Österreichern mit denen wir eine Menge Spaß hatten. Also… solltet ihr jemals auf La Digue sein, müsst ihr auf jeden Fall bei der Tour mitmachen! Es war ein einmaliges Erlebnis, das wir so schnell definitiv nicht vergessen werden!

Unser Hotel – Le Repaire Boutique Hotel

Das Hotel liegt in einer sehr guten Lage direkt am Strand mit zwei kleinen Pools und wird liebevoll von Italienern  betrieben. Es befindet sich in einem sehr gepflegten und sauberen Zustand. Das Personal war stets freundlich und bemüht.

Basic Room

Wir haben Halbpension gebucht. Zum Frühstück gab es zwar keine große Auswahl jedoch für uns vollkommen ausreichend. Alle möglichen Arten von Eiern wurden zubereitet. Es gab Kaffee, Tee, frischen Saft, Käse, Schinken, Speck, Toast, Haferflockenbrei, Pancakes, frisches Obst, Muffins, Zimtbrötchen, Müsli und Milch. Das italienische A-la-Card-Abendessen hat ausgezeichnet geschmeckt! Es gab eine gute Auswahl an Fisch, Fleisch, Nudelgerichten, Pizzen, Salaten, Meeresfrüchte, Risotto, diverse Vorspeisen und leckeren Nachspeisen.

In diesem Hotel würde ich euch auf jeden Fall empfehlen, Halbpension zu buchen, da die Preise der Gerichte sehr teuer sind (Aufpreis für HP EUR 35,00 pro Person).


Gebucht haben wir über Seyvillas. Die Reise inkl. Transfer lief reibungslos und die Mitarbeiter waren stets freundlich! Ich würde auf jeden Fall nochmal über Seyvillas buchen! 
Übrigens: wer weitere Informationen über die gesamten Seychellen benötigt, wird im Reiseführer auf der Homepage von Seyvillas bestimmt fündig! Hier findet man alles was man zu den Seychellen wissen muss.

Ausflug nach Praslin – Fond Ferdinand Natur Reserve

Wir haben uns für einen kurzen Ausflug auf die Nachbarinsel Praslin entschieden um dort die Coco de Mer – die größte Kokosnuss der Welt – in einem Naturschutzpark zu besichtigen. Praslin ist mit der Fähre von La Digue nach 15 Minuten erreichbar und vom Hafen in Praslin gelangt man mit dem Bus oder mit dem Taxi nach wenigen Minuten zum Park. Wir haben uns bewusst gegen den teureren Valle de Mai Park (UNESCO Welterbe) entschieden und sind zum Fond Ferdinand Natur Reserve gefahren. Dort haben wir um 11 Uhr vormittags an einer zweistündigen, sehr interessanten als auch lustigen Führung durch den Park teilgenommen inkl. kleiner Wanderung zum Aussichtspunkt. Die Geschichte der Coco de Mer sowie die Befruchtung ist wirklich äußerst interessant.

Links das weibliche und rechts das männliche Geschlecht der Kokusnuss


Hier ein paar Fakten:

Falls ihr den Park selbst einmal besuchen möchtet, rate ich euch, die folgenden Punkte nicht durchzulesen, da ich euch damit schon zu viel verraten würde 😉

  • Die Palme bekommt pro Jahr ein Blatt und ist nach 25 Jahren für die erste Befruchtung bereit
  • Die Palme ist nur auf den Seychellen zu finden und kann bis zu 300 Jahre alt werden
  • Es gibt weibliche sowie männliche Pflanzen.
  • Erst nach vielen Jahren ist zu erkennen, ob die Pflanze weiblich oder männlich ist.
  • Befruchtung: der „Mann“ sieht wie ein männliches Geschlechtsteil aus. Für die Befruchtung ist er bereit, sobald er zu blühen beginnt. Die „Frau“ sieht einem weiblichen Po ähnlich und  öffnet sich nur einmal für 24 Stunden. Innerhalb dieser Zeit muss die Befruchtung durch ein Tier (z.B. Gecko) zwischen den beiden Geschlechtern durchgeführt werden.
  • Eine Kokosnuss benötigt ca. 7 Jahre zum reifen!
  • Eine Palme kann bis zu ca. 35 Nüsse auf einmalbekommen
  • Die Coco de Mer wiegt bis zu  45kg
  • Die Coco de Mer ist unter strengen Schutz und darf nur mit Genehmigung exportiert werden.
  • 80% der ca. 7 pro Tag geernteten Nüsse werden an Souvenirshops verkauft, die restlichen 20% werden weiter im Park angepflanzt.
  • Die größten Blätter der Welt können bis zu 7m lang und 4m breit werden!
  • Der Verzehr der Coco de Mer ist verboten

Unser Freund „Coco“

Auf den Seychellen gibt es sehr viele Straßenhunde. Beeindruckend finde ich jedoch die Art und das Verhalten dieser Hunde! Sie sind unheimlich brav, gepflegt und kaum abgemagert. Fast an jedem Strand findet man Hunde. Bellen oder winseln habe ich jedoch keinen einzigen gehört. Sie sind auch nicht aufdringlich und betteln nicht.

Besonders ans Herz gewachsen ist uns der kleine Hund „Coco“, wie wir ihn genannt haben. Er hat uns bei der Wanderung von der Grand Anse bis zur Anse Coco begleitet und dort den Tag mit uns verbracht um dann am späten Nachmittag wieder mit uns zurückzuwandern. Er schließt sich laufend einfach Touristen an und begleitet Sie an den Strand. Wasser wollte er von uns nicht trinken und auch so haben ihm nur Kokosnüsse geschmeckt! 😀 Der süße Hund streunert einfach wie es ihm gerade passt durch ganz La Digue, relaxt im Schatten am Strand oder geht eine gemütliche Runde im Meer schwimmen. Andere Urlauber haben uns erzählt, dass die Hunde bei Ebbe Fische fangen und sich davon ernähren. Was für ein paradiesisches Hundeleben!

Schnorchelausflug

Über unser Hotel habe ich einen Schnorchelausflug um EUR 55,- inkl. Getränken an Bord gebucht. Beworben wurde mit schnorcheln bei Coco Island und Felicite aber in Wahrheit wollte keiner Coco Island ansteuern. Mir wurde gesagt, dass Coco Island nicht mehr das ist, was es einmal war und es dort nichts mehr zu sehen gibt. Schade, ich hätte mich gerne selbst davon überzeugt.

Während des Halbtagesausfluges steuerten wir drei Inseln für jeweils eine Stunde schnorcheln an (Big Sister, Little Sister und Felicite Island). Wirklich intakte Riffe habe ich nicht gesehen. Fische gab es zwar aber durch die Malediven und Ägypten bin ich schon ziemlich verwöhnt und dementsprechend konnten mich die Seychellen beim Schnorcheln nicht so überzeugen. Wer aber zum ersten Mal schnorchelt wird bestimmt begeistert sein! Ich habe ein paar Falterfische, Doktorfische, Flötenfische, einen kleinen Riffhai, Rochen und einen Oktopus sowie noch andere Fische gesehen. Übrigens, auf dem kleinen aber sehr schönen Strand „Anse Patates“ auf La Digue kann man auch gut schnorcheln und auf der Anse Source D’Argent gibt es große Falterfische die darauf warten, gefüttert zu werden.

Anse Source d’Agent: diese Fische hier sind so verfressen, dass sie sogar versucht haben, an meiner Kamera und meinem Bein zu knabbern. Da sie mir so nahe kamen, konnte ich kaum ein gutes Fotos oder Video machen da sie einfach zu nah an der Linse waren.

Wetter auf den Seychellen

Ab April ist auf den Seychellen die Regenzeit zu Ende. Im Mai kommt es dann zum Monsunwechsel. Die Luft ist nicht mehr so feucht, es wird trockener und der Wind frischt auf. Obwohl wir somit außerhalb der Regenzeit dort waren, hat es trotzdem ca. alle zwei Tage geregnet. Das ist aber auch normal auf den Seychellen, da nur dadurch die Inseln so schön grün und dicht bewachsen sein kann. Wir hatten Glück. Meist hat es in der Nacht oder früh morgens geregnet und danach war es wieder wunderschön. Die Temperaturen liegen ganzjährig bei ca. 30 Grad. Wolken gibt es auf den Seychellen auch fast immer. Ich habe keinen Tag erlebt, wo es wolkenlos war. Dennoch ist die Sonne so gut wie immer da. Gegen Ende unseres Urlaubes haben wir den Monsunwechsel etwas gespürt, da der Wind etwas auffrischte. Die ersten Tage unseres Aufenthaltes war es windstill, später ging ein angenehmes Lüftchen.

Insgesamt waren wir 10 volle Tage auf La Digue. Obwohl die Insel so klein ist, ist die Zeit unglaublich schnell verflogen und wir wären gerne noch länger geblieben. Innerhalb von wenigen Tagen fühlt man sich als fester Bestandteil der Insel und der Einheimischen. Noch nirgends haben wir so freundliche Touristen und Einheimische (hauptsächlich aber nur die Männer – jedoch ohne Hintergedanken!) kennengelernt. Man cruist mit dem Fahrrad durch die Gegend und wird freundlich von den Einwohnern gegrüßt und führt Smalltalks. Dadurch, dass die Insel so klein ist, trifft man täglich die gleichen Menschen und unterhält sich eine Weile mit ihnen. Es ist echt erstaunlich aber man trifft mehr „Bekannte“ auf der Insel als in der eigenen Heimat. Egal ob man sich bei der Anreise oder bei Ausflügen kennengelernt hat, wer auf La Digue ist, der sieht sich bestimmt nicht nur einmal!


Zusammenfassend war es ein wirklich sehr schöner und abwechslungsreicher Urlaub mit vielen lieben Begegnungen, interessanten Ausflügen, paradiesischen Stränden und toller Natur. Der Massentourismus ist noch nicht angekommen und die Regierung versucht, die Flora und Fauna zu erhalten und investiert viel in den Naturschutz. Die Menschen leben friedlich zusammen und führen ein entspanntes Inselleben. Wer hier Urlaub macht, sollte all dieses zu schätzen wissen und ebenfalls Rücksicht auf die Natur sowie die Lebewesen nehmen und möglichst wenig Müll auf der Insel hinterlassen. 
Dann steht dem perfekten Inselglück mitten im Indischen Ozean nichts mehr im Wege.  

Aufnahme bei Anse Coco mit der DJI Spark Drohne

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