Sansibar Paje Beach

Traumdestination Sansibar

Traumdestination Sansibar – unsere Highlights und Reisetipps

Dieser Blogpost ist zum Teil ein Gastbeitrag von meiner liebe Freundin und Reisebegleiterin Anja (IG: anjaswanderlust)

Uns beide verbindet die große Leidenschaft zum Reisen und unsere stätige Abenteuerlust und Fernweh. Wir haben uns auf Instagram kennengelernt, uns auf Anhieb bestens verstanden und kurz darauf beschlossen, gemeinsam eine Reise nach Tansania zu unternehmen.

Anja reist unglaublich viel und fasst ihre Erlebnisse und Erfahrungen auf Ihren Reiseblog übersichtlich zusammen. Schaut doch gerne bei ihr vorbei.

„Karibu Zanzibar“ – Willkommen auf Sansibar. Sonnenschein, endlose schneeweiße Sandstrände, kristallklares Wasser, unzählige prächtige Kokospalmen, traditionelle bunte Märkte und eine einzigartige Altstadt aus Korallenkalkstein – genau das bietet die tropische ostafrikanische Insel Sansibar. Ein exotisches und paradiesisches Reiseziel, welches Inselträume wahr werden lässt! Erlebe die Gelassenheit und Herzlichkeit der afrikanischen Kultur und lass dich von Sansibar verzaubern.

Insgesamt verbrachten wir drei abenteuerliche Wochen in Tansania – 11 davon in Sansibar und den Rest auf dem Festland. Mehr über unsere gesamte Rundreise (Tansania + Safari) erfährst du in separaten Beiträgen:

Überblick unserer Route: 11 Tage Sansibar

Tag 1: Samstag 30.10Ankunft, Hotel Sahari (Nähe Paje)
Tag 2: Sonntag 31.10Paje mit Rad, Entspannung im Hotel
Tag 3: Montag 1.11Paje Beach
Tag 4: Dienstag 2.11Jozani forest + Paje Beach
Tag 5: Mittwoch 3.11Paje Beach + Kiwengwa (Zanbuu Hotel)
Tag 6: Donnerstag 4.11Kiwengwa (Zanbuu Hotel)
Tag 7: Freitag 5.11Kiwengwa: Trimaran Tour + Nungwi 
Tag 8: Samstag 6.11Turtels Nungwi 
Tag 9: Sonntag 7.11Nungwi + Stone Town
Tag 10: Montag 8.11Prison Island + Stone Town Altstadt
Tag 11: Dienstag 9.11Gewürztour + Stone Town
Tag 12: Mittwoch 10.11Flug Arusha (Beginn der Safari)

Wichtige Infos über Sansibar

VisumFür die Einreise nach Sansibar musst du vorab kein Visum beantragen (zu teuer und zu kompliziert). Du erhältst das Visum einfach und unkompliziert am Schalter in der Ankunftshalle. Das Visum kostet USD 50,-/Person und ist für 90 Tage gültig. 
Einreise Einreiseinformationen (aufgrund von Covid-19) findest du auf der Homepage des Bundesministeriums oder Auswärtiges Amt
ZeitzoneGMT+3
SpracheDie offizielle Landessprache ist Swahili, aber mit der Amtssprache Englisch kannst du dich gut verständigen. In vielen Regionen der Insel wird auch Arabisch gesprochen.
WährungDer Tansanische Schilling (TZS)
1€ = 2.612 TZS (Stand 1.2022)

Wichtig Bargeld mitnehmen. Die Einfuhr der Landeswährung ist verboten, die Mitnahme von Fremdwährung ist unbegrenzt erlaubt. Es empfiehlt sich die Mitnahme von druckfrischen US-Dollar.

mit Kreditkarte bezahlst du immer +5%
Religion– Sansibar 90% muslimisch
– Tansania Festland 40% muslimisch (Rest: katholisch, Hindu und 5% OB)

Die wichtigsten Phrasen für die Verständigung

Kaum bist du auf der tropischen Insel Sansibar gelandet, wirst du ziemlich schnell die folgenden Wörter hören. Den Einheimischen zaubert es ein Lächeln ins Gesicht, wenn du in deinem Tansania-Urlaub ebenfalls diese Wörter benutzt:

  • Hakuna Matata – alles in bester Ordnung
  • Jambo – hallo 
  • Mambo – alles gut? 
  • Poa – mir geht’s gut 
  • Asante sana – vielen danke 
  • Karibu sana – herzlich willkommen 
  • Pole pole – langsam langsam 

Überblick über die Insel

Osten

  • schöne Sandstrände
  • türkises Wasser
  • ausgeprägte Ebbe und Flut
  • teilweise viel Seegras (kann von Strandabschnitt zu Strandabschnitt verschieden sein)
  • Sonnenaufgang über dem Meer
  • viele Palmen entlang der Küste
  • Paje: süßer Surfort, tolles Flair, schöne Lokale und Bars, Sandstrand, traditionelle Märkte, coole und hippe Unterkünfte, keine großen All-inklusive Hotelanlagen, perfekt für junge Leute, windig
  • Kiwengwa: Sandstrand bei Ebbe, sonst mancherorts auch felsig, nicht so türkises Wasser wie in Paje, super Sonnenaufgang, viele Seesterne, windig, ruhiger und eher größere Hotelanlagen, viel Seegras

Westen

  • Sonnenuntergang
  • Hauptstadt (Stone Town) befindet sich hier, viel los
  • keine schönen Strände
  • viele Ausflugsmöglichkeiten (Prison Island, Gewürztour, etc.)
  • Nähe zum Flughafen

Norden

  • schöner Sonnenuntergang
  • kein Seegras
  • weniger Palmen am Strand 
  • Ebbe und Flut weniger bemerkbar
  • sehr gut zum Baden geeignet
  • traumhaft türkises Wasser und puderzucker weißer Sand
  • Nungwi: sehr empfehlenswert, Auffangstation Meeresschildkröten, wunderschöner Strand, viele Restaurants und Bars

Die Nordspitze (Nungwi) beherbergt einige der besten Strände auf Sansibar und der puderweiße Sand scheint nie zu enden. Außerdem lässt sich hier durch die nicht so stark spürbare Ebbe und Flut perfekt baden. Wer lieber auf kleinere und hippere Unterkünfte steht und sich gerne unter jungen Backpackern mischt oder das Kiten und Windsurfen ausprobieren möchte, ist in Paje Beach genau richtig aufgehoben… mein persönlicher Herzensort auf Sansibar.

Sehenswürdigkeiten auf der Insel und unsere detaillierte Route

Tag 1: Ankunft

Wir landeten vormittags Ende Oktober auf Sansibar und unser erstes Ziel war das Sahari Hotel in der Nähe von Paje. Wir haben es deshalb gebucht, weil wir uns die ersten Tage nur nach Erholung und Ruhe sehnten und einen tollen Pool haben wollten. Ich würde sagen mit dieser Unterkunft haben wir alles richtig gemacht und wir haben die Zeit in der etwas abseits gelegenen tropisch-kleinen Hotelanlage sehr genossen.

Tipp: bei der Unterkunft kann man sich Kajaks und SUP Boards ausborgen.

Tag 2: Pooltag, Radausflug nach Paje

Nach einem entspannten Ankunftstag und einem leckeren Frühstück am nächsten Morgen, haben wir den zweiten Tag dazu genutzt um mit dem Rad ins nahegelegene Paje zu fahren. Der Manager der Unterkunft war so freundlich und hat uns Fahrräder besorgt. Man fragt sich im ersten Moment ob Radfahren im Sand überhaupt möglich ist? Ein ganz klares ja! Durch die Ebbe ist der Sand schön hart und lässt sich gut mit dem Rad befahren. Die angenehme Salzbrise in den Haaren und das Meer stets im Blick… Radfahren am Strand… das macht definitiv Spaß und ist ein einmaliges Erlebnis!

Tipp: lege einen Zwischenstopp an der einzigartigen Fotopalme ein (direkt beim Strand der „Paradise Beach Bungalows“)

Tag 3: Paje Beach

Heute ging es mit dem Taxi von unserer ersten Unterkunft nach Paje, wo wir die nächsten 2 Nächte im Ananda Beach House verbrachten.

Der ca. 20km lange und breite Sandstrand des kleinen Fischerortes Paje liegt an der Ostküste von Sansibar und zählt gewiss zu den schönsten Stränden auf der gesamten Insel. In Paje kann man aber auch gemütlich durch das kleine Dorf schlendern und die afrikanische Kunst an den vielen Marktständen bewundern.

Besonders ausgeprägt sind Ebbe und Flut am Strand von Paje. Ungefähr alle sieben Stunden wechseln sich Ebbe und Flut ab. Das heißt für dich: du kannst nicht jederzeit einfach so in das türkisblaue Wasser springen. Denn bei Ebbe geht das Wasser bis zu zwei Kilometer zurück und du watest durch den Sand Richtung Horizont. Wir fanden den Strand auch bei Ebbe sehr reizvoll. Du kannst ewig spazieren gehen und dabei durchs seichte Wasser laufen, den Einheimischen Frauen bei der Arbeit ihrer Seegrasfarmen beobachten und kleine Tiere sowie Muscheln am weichen Meeresboden entdecken.

Für die einheimischen Frauen hat das Seegras eine große Bedeutung. Sie legen kleine Seegrasfarmen an, lassen das Seegras dort wachsen und trocknen es später. Danach wird es zu Pulver verarbeitet und für Kosmetikartikel, aber auch für Lebensmittel verwendet. 

Die Flut spült immer jede Menge Seegras an den Strand. Das tut keinem was, kann aber das Bild des malerischen Traumstrandes etwas stören.

Der Paje Beach gilt auf Sansibar als Hotspot für Kiter und Surfer. Egal, ob du noch Anfänger bist oder schon zu den Profis zählst, an diesem Strand kannst du dein Können zeigen.

Das Ananda Beach House

Das Ananda Beach House ist eine sehr einfache und günstige Unterkunft mitten im Herzen von Paje Beach. Man übernachtet in kleinen, sehr einfach eingerichtete Holzhütten und darf sich keinen großen Luxus erwarten. Trotzdem oder gerade deshalb versprühte diese Unterkunft sein ganz eigenes Flair und machte es für mich zu meinem Lieblingsort auf Sansibar. Hier kam ich zur Ruhe und habe mich am privaten Strand mit den weichen Liegen, der Schaukel und der Hängematte mit dem traumhaften Ausblick auf das türkise Meer einfach nur wie im Paradies gefühlt.

Rund um die Anlage findest du einige leckere Restaurants wie z.B. das „Mr Kahawa“.

Restaurant Tipp: Mr. Kahawa

Das Mr. Kahawa ist sowohl abends als auch untertags einen Besuch wert. Das Restaurant ist modern eingerichtet, mit Blick auf das Meer. Des Öfteren findet abends ein traditionell afrikanischer Grillabend mit Livemusik statt. Für uns der perfekte letzte Abend am Paje Beach.

Tipp: Lass dir am Paje Beach nicht den Sonnenaufgang entgehen und erlebe wie die Insel langsam zum Leben erweckt.

Tag 4: Jozani Nationalpark + Dhau Boot Fahrt + Massage

Jozani Forest

Nach einem leckeren Frühstück am Meer ging es für uns zum Jozani Forest, dem einzigen Nationalpark auf Sansibar. Es sind vor allem die Red Colobus Affen, die Besucher anlocken, aber auch die dschungelartige Landschaft und der Mangrovenwald. Von Paje aus erreichst du den Jozani Nationalpark nach 15 Kilometern (15min Fahrtzeit) auf der Hauptstraße in Richtung Stone Town. Du kannst diese Strecke entweder selbst mit einem gemieteten Roller zurücklegen, ein Taxi nehmen oder mit dem Dala Dala fahren. Wir sind mit dem Taxi gefahren und haben 15 Euro bezahlt (das Taxi hat vor Ort auf uns gewartet und uns wieder zurückgebracht). Ich empfehle dir ein Taxi zu nehmen, denn du wirst zwischen dem Nationalpark/Dschungel mit dem Auto zu den Mangroven geführt.

Besuchen kannst du den Jozani Nationalpark nur mit einem Guide. Im Eintrittspreis von 12 USD ist der Guide enthalten, der dich durch den Dschungel und über die Mangroven führt und viel Wissenswertes über den Park und die Insel erzählt. Die Tour dauert ca 1-1,5 Stunden. Für uns viel zu schnell und wir hatten wenig Zeit um Fotos zu machen bzw. die Natur zu genießen. Trotzdem kann ich den Ausflug nur weiterempfehlen.

Dhau Boot Fahrt

Nachmittags genossen wir das Meer, den wunderschönen Strand und machten eine halbstündige Segelbootfahrt mit einem traditionellen „Dhau“. In dieser Kulisse ein Traum, türkisfarbenes Wasser um dich herum, die Sonne scheint und du kannst die Küste aus einer anderen Perspektive betrachten. Generell lassen sich Ausflüge am einfachsten am Strand buchen… Händler sind immer und überall zu finden. Wichtig: immer den Preis verhandeln!

Wenn du dich gerne massieren lässt, gibt es hier in Paje genügend Möglichkeiten. Am Strand werden dich genügend Masseure ansprechen um eine Massage zu verkaufen.
Wir haben jeweils 1h Massage am Strand für jeweils 10 USD gebucht. Das einzige Problem war der Sand, denn dadurch fühlte es sich mehr nach einem Peeling an.

Tag 5: Kiwengwa

Zanbluu Beach Hotel

Wir verließen Paje und machten uns auf den Weg nach Kiwengwa in unser wunderschönes Resort. Wenn du entspannen willst, lecker verköstigt werden möchtest und viel Privatsphäre suchst, dann kann ich dir das Zanbluu Beach Hotel sehr ans Herz legen. Dich erwartet eine sehr schöne und gepflegte Anlage. Der Pool ist einfach der Hammer – ich habe noch nie einen Pool gesehen, der in mir das Gefühl auslöst, ich würde in der Südsee schwimmen. Die Anlage verfügt zwar nicht über so viele Bungalows, ist aber trotzdem ziemlich weitläufig. Das heißt, jeder Gast hat genug Platz.

Im Restaurant wird frisch und hochwertig gekocht. Das Essen schmeckt wirklich fantastisch und das Frühstück ist ebenfalls sehr schön angerichtet, reichhaltig und du kannst dir a la carte so viel bestellen wie du möchtest.
Die Zimmer sind sehr groß, hell, modern und sehr schön eingerichtet. Hier hast du alles was du braucht. Sehr geschmackvoll und sauber. Generell ist die gesamte Anlage sehr schön gestaltet. Das einzige Manko ist, dass das Hotel über keinen richtigen Strandbereich verfügt.

Tipp: im Zanbluu kannst du einen wunderschönen Sonnenaufgang beobachten.

Tag 6: Kiwengwa

Der Tag wurde im Hotel am Pool genossen und nachmittags machten wir uns zu Fuß über den Strand auf den Weg nach Kiwengwa (nur bei Ebbe empfehlenswert – ca 45min-1h pro Richtung). Der Weg ist im Sand gar nicht so ohne. Unbedingt Sonnenhut und Wasser mitnehmen.

Seit Anbeginn des Sansibar-Booms gehört Kiwengwa zu den großen Namen des Badetourismus. Vor allem der breite Sandstrand hat zur Errichtung großer internationaler Club-Resorts geführt. Hier liegen typische Pauschalurlauber Liege an Liege und die Musik dröhnt im Hintergrund. Der Strand ist durch das viele Seegras eher weniger zum Baden geeignet. Die vielen lästigen Verkäufer am Strand machten es uns teilweise schwierig, unseren Spaziergang zu genießen. Definitiv kein Ort für uns um hier länger zu verweilen.

Tag 7: Dhow Bootstour + Nungwi

Dhow Bootstour (Seesterne)

Bevor wir unser wunderschönes Hotel mit dem einzigartigen Infinity Pool verließen, stand noch eine traditionelle Dhow-Boot Tour zu den Seesternen auf dem Programm. Mit dem Trimaran ging es hinaus aufs Riff. Wir durften unzählige wunderschöne Seesterne in einer Farbenpracht, die ich nicht wusste das sie existiert, betrachten. Haben Fische mit Seeigeln gefüttert und die Bootsfahrt auf dem wunderschönen türkisfarbenen Meer genossen.

Wir bekamen die Tour spontan geschenkt und wussten im Voraus nicht was uns erwartet. Unser Guide fischte plötzlich mehrere Seesterne aus dem Wasser. Wir haben mehrmals nachgefragt, ob die Seesterne dadurch keinen Schaden von sich tragen doch uns wurde versichert, dass das den Seesternen nichts ausmacht. Im Nachhinein, als wir mehr Zeit zum Nachdenken hatten, waren wir uns nicht mehr so sicher. Viele behaupten, dass Seesterne schon nach wenigen Minuten an der Luft austrocknen und sterben. Jedoch liegen die Seesterne bei Ebbe ebenfalls im Trockenen. Was nun genau stimmt, weiß ich leider nicht, jedoch würde ich die Seesterne zukünftig nicht mehr aus dem Wasser nehmen.

Nungwi

Nach dem Erlebnis ging es für uns weiter nach Nungwi, einem Ort im Norden der Insel. Gerade rechtzeitig zum atemberaubenden Sonnenuntergang.

Nungwi ist ein originelles Fischerdorf mit puderweißen Stränden und azurblauem Wasser. Besonders bekannt ist Nungwi für atemberaubende Sonnenuntergänge und paradiesische Kulissen.

Wirklich paradiesisch ist es am Nungwi Beach, wo durch das türkisfarbene Meer tatsächlich Karibik Feeling aufkommt. Auch beim Thema Schwimmen punktet Nungwi, denn es gibt hier weniger Algen/Seegras und die Gezeiten fallen nicht ganz so stark aus. Dennoch ist die Ebbe deutlich zu spüren, denn dann liegen ganz viele bunte Seesterne frei am Strand.

Unterkunft: Ebony & Ivory Beach Bungalows, Nungwi – sehr einfache und preiswerte Unterkunft inkl. Frühstück (Blue Sea Restaurant) und bequeme Liegen am Strand.

Restaurant Tipp: Blue Sea Restaurant

Direkt am Nungwi Beach befindet sich das einfache und preiswerte Blue Sea Restaurant. Abends werden die Tische direkt in den weichen Sand am Strand platziert und mit Fackeln dekoriert. Hier habe ich meine beste Pizza überhaupt gegessen – mit frischem Thunfisch aus dem Meer! Dazu gab es Livemusik einer Boygroup und verschiedene Aufführungen von Einheimischen Artisten die von Strand zu Strand ziehen und ihr Können zeigen. Ein toller Abend!

Tag 8: Baraka Natural Aquarium – Nungwi

Im Natural Aquarium leben momentan 30 Schildkröten, im Alter zwischen 2,5- 25 Jahren. Es handelt sich dabei um eine Auffangstation, das bedeutet Meeresschildkröten, welche im Meer durch Netze etc. verletzt wurden oder krank sind, werden hier aufgepäppelt und wenn sie wieder fit sind, zurück in die Freiheit – sprich ins Meer – entlassen.

In der Auffangstation kannst du sie füttern (mit Seegras) und mit ihnen schwimmen. Ein Guide erklärt dir alles und macht auch super Fotos von dir. Der Eintritt beträgt 10 USD pro Person. Was ich super finde ist, die Betreiber sehr darauf achten, dass die Gäste behutsam und respektvoll mit den Tieren umgehen. Wir mussten leider beobachten, dass einige Leute nicht wussten wie man mit den Schildkröten richtig umgeht. Sie versuchten die Tiere aus dem Wasser zu heben oder mit ihnen zu tanzen. Ein No-Go! Deshalb mussten sie auch sofort aus dem Wasser.

Das Schwimmen mit diesen wundervollen und friedlichen Kreaturen war für mich eines meiner Sansibar Highlights.

Tipp: da die Schildkröten in einem natürlichen Becken, welches unterirdisch vom Meer gespeist wird, schwimmen, ist der Wasserstand durch Ebbe und Flut geprägt. Deshalb würde ich dir empfehlen, das Aquarium bei Ebbe zu besuchen da man dann bequem im Wasser stehen kann und es nicht zu tief ist.

Nungwi Beach

Nach unserem einzigartigen Erlebnis mit den Meeresschildkröten haben wir den Tag am traumhaften Strand verbracht.

Tipp: Stand up Paddle Boards stehen am Strand zum Verleih zur Verfügung.

Tag 9: Nungwi + Stone Town (Night Market)

Nach zwei traumhaft schönen Tagen in Nungwi (ganz viel Erholung, Strandliegen, Schwimmen und einem Ausflug) ging es für uns weiter zu unserer letzten Station auf Sansibar – der Hauptstadt Stone Town. Der Ort ist geprägt durch verwinkelte Gassen und bunte Basare. Vor rund 300 Jahren bauten hier Araber unzählige Häuser aus Korallengestein, dicht beieinander, um die Innenstadt kühl und schattig zu halten – so entstand das heutige historische Zentrum.

Night Market

Wer einen Tag in Stone Town verbringt darf sich abends den Besuch des Night Market an der Promenade nicht entgehen lassen. Dieser besteht aus unglaublich vielen Essensständen (Fisch, Fleisch, Samosa, Kebab, Kartoffeln, etc.) Anfangs wird es sehr voll und chaotisch und man muss sich einen Augenblick an das Durcheinander aus vielen Touristen, Einheimische und den aufdringlichen Verkäufern gewöhnen.

Tipp: Unbedingt vorab erkunden wie viel etwas kostet und den Preis verhandeln. Touristen werden gerne übers Ohr gezogen.

Tembo House Hotel

Während unserer Zeit in Stone Town haben wir im Tambo House Hotel genächtigt. Die große prunkvolle Anlage erinnert an 1001 Nacht und ist perfekt gelegen um die Stadt zu erkunden, Ausflüge zu machen oder an einer der beiden Pools mit Blick auf den Strand zu entspannen. Das optimale Hotel für deinen Besuch in Stone Town!

Toller Pool am Dach

Tag 10: Prison Island und Besichtigung Stone Town

Ausflug zur Prison Island (Changuu Island)

Nach dem Frühstück startete unsere Prison Island Tour. Die Tour startet an der Küste von Stone Town (direkt vor unserem Hotel) und nach kurzen ca. 25-minütigen Bootsfahrt legten wir Anker am schönen Strand von Changuu Island.

Kosten: Boot 55000 Schilling (von 9:30-14:30)

Tipp 1: Du kannst die Tour direkt am Hafen bei den unzähligen Anbietern buchen (billiger als im Hotel), einfach morgens hingehen und schon wirst du mitgenommen. Wie immer auf Tansania gilt: Preis unbedingt runterhandeln!

Wir besichtigen das Schutzgebiet, welches eine große Gruppe (insgesamt 120) von Aldabra-Riesenschildkröten beheimatet. Diese waren im späten 19. Jahrhundert ein Geschenk der Seychellen. Das durchschnittliche Gewicht dieser Schildkröten beträgt 200kg. Die älteste Schildkröte ist 196 Jahre alt. Es bleibt genügen Zeit die Tiere zu füttern, streicheln und eine Menge Fotos zu schießen – ein unvergessliches Erlebnis.

Tipp 2: die Insel ist bei Touristen beliebt – deshalb direkt am Morgen kommen

Benötigte Zeit: 2h für Schildkröten (wir blieben 4h weil wir noch am Sandstrand entspannen wollten)

Besichtigung der Altstadt Stone Town

Nachmittags erkundeten wir die Altstadt von Stone Town. In Stone Town kannst du stundenlang durch die kleinen verwinkelten Gassen spazieren und dich vom bezaubernden Flair der Stadt in den Bann ziehen lassen: verwunschene Basare mit kräftigen Gewürzen; Männer, die kräftigen Kaffee vor ihren Häusern trinken; spielende Kinder und Frauen, die mit ihren farbenfrohen Kopftüchern durch die Gassen schlendern. Du hast das Gefühl du bist in einer komplett anderen Zeit angekommen.

Beim Spaziergang durch Stone Town findest du zahlreiche Korallensteinhäuser, die eine prachtvolle Holztür besitzen. Die „Türen von Sansibar“ sind das Ergebnis mühevoller Arbeit. Sie sind bunt bemalt und meist üppig verziert, denn früher war eine imposante Tür das Zeichen für Reichtum und Wohlstand.

Wenn du in Stone Town bist, darfst du auf keinen Fall den traditionellen Darajani Market verpassen. Hier gehen Einheimische täglich einkaufen und man findet dort wirklich alles… Spielzeug, Elektronik, Kleidung, Obst, Gemüse, Fleisch und Fisch. Gerade für Vegetarier ist der Fisch- und Fleischmarkt nicht leicht zu verdauen. Massenweise wird hier rohes Fleisch in der brütenden Hitze verkauft. Tausende von Fliegen kreisen um das Fleisch und ein unangenehmer Geruch steigt einem in die Nase.

Tipp: Sunset Cafe „Baboo Beach Cafe“ – idealer Sonnenuntergangsspot und noch dazu gibt es leckeres preiswertes Essen.

Zugegeben erstmals erlebt man in den Städten Tansanias generell einen kleinen Kulturschock! Abends wuselt es von Einheimischen am Strand. Kinder spielen und hüpfen mit ihrer Kleidung zur Abkühlung ins Meer und Verkäufer versuchen ununterbrochen bei Touristen ihr Glück. Das gehört jedoch zu Afrika dazu! Versuch dich zu entspannen und das Treiben zu beobachten.

Tag 11: Gewürzplantage 

Spice Tour: Auf den Spuren der Gewürzinsel

Seit dem 19. Jahrhundert wird Sansibar auch„Gewürzinsel“ genannt, denn auf der Insel kannst du, wie fast nirgendwo sonst auf der Erde, hervorragend beobachten, wie eine große Anzahl an Gewürzen gedeiht. Sie spielen eine besondere Rolle in der Küche Sansibars, die von Arabern, Persern und Indern beeinflusst wird. Möchtest du genauer wissen, aus welcher Pflanze welches Gewürz entsteht, dann besuche auf jeden Fall eine der vielen Gewürzfarmen. Du wirst begeistert sein vom Wissen der Einheimischen und all den unterschiedlichen Gewürzen und Pflanzenarten.

Was wir alles kennenlernen durften:

Singifuri Lippenstift BrotfruchtAvocadoJackfruitZitronengrasSternfruchtCardamom Coffee
Red BananaVanilleKurkumaLimettePfefferZimtMuskatnussOrchidee
Div. Mango SortenNelkeAloe VeraGingerKakaoTapiokaAnanas

Die Führung beinhaltet ganz viel Wissen über die einzelnen Früchte, Gewürze und Pflanzen. Dir wird gezeigt wie Einheimische in ihrer Outdoor-Küche Tee kochen und eine Kokosnuss vom Baum holen die du anschließend trinken kannst. Außerdem gibt es eine Obstverkostung, frisch gekochten Lemongras Tee und Gewürze zum kaufen.

Kosten: 20 USD (für zwei Personen) Eintritt inklusive Taxi hin und zurück nach Stone Town (30min von Stown town entfernt); zusätzlich Trinkgeld für Guide

Benötigte Zeit: 2h

Name unserer Farm: Big Body Spice Farm

Tag 12: Abreise Tansania

Nach 12 unvergesslichen Tagen auf Sansibar ist die Abreise für uns gekommen. Wir hätten es definitiv noch länger ausgehalten. Aber unsere Reise ist zum Glück noch nicht vorbei. Weiter geht es per Inlandsflug nach Arusha.

Da dieser Blogeintrag ansonsten viel zu lang wird, gehe ich auf unsere Tage in Tansania (Tag 12-19) und speziell die Safari in einem separaten Beitrag ein.

Reisetipps – was du bei deiner Reise nach Sansibar beachten solltest

Wann ist die beste Reisezeit für Sansibar?

Das Klima auf Sansibar ist tropisch-warm, mit großen Temperaturschwankungen musst du nicht rechnen. Es hat immer konstante 25-30 Grad und du kannst immer kurze Sachen anziehen, auch abends.

Als beste Reisezeit mit den meisten Sonnentagen gelten die Monate Dezember, Januar, Februar, März bis Mitte April.

Die restlichen Monate ist Regenzeit, wobei es nicht die ganze Zeit durchregnet. In der „großen Regenzeit“ von März bis Mai kommt es zu heftigen Regenfällen, die tagelang andauern können. Die „kleine Regenzeit“, der Monsun von November bis Dezember, fällt vergleichsweise schwach aus. Ich selbst war im November auf Sansibar und es hat nur 2x für ein paar Minuten geregnet. Die restliche Zeit lachte die Sonne vom blauen Himmel.

Gezeiten

Flache Küsten führen zu großen Gezeitenunterschieden. Die Küsten Tansanias sind allesamt relativ stark von den Gezeiten des Indischen Ozeans beeinflusst. Ausnahmen bilden die nördliche Küste von Sansibar – Nungwi und Kendwa.

Ebbe und Flut wechseln sich in einem regelmäßigen Rhythmus ab. Diesen Wechsel nennt man Gezeiten. Ebbe und Flut sind regelmäßig wiederkehrende Wasserbewegungen der Ozeane. Die Ebbe bezeichnet den Zeitraum, in dem das Wasser sinkt, die Flut die Spanne, in der das Wasser steigt. Dies geschieht im Rhythmus von 12 Stunden und 25 Minuten. Dabei senken und heben sich die Ozeane um bis zu 20 Meter. Der Zeitabstand zwischen Ebbe und Flut beträgt etwas mehr als sechs Stunden.

Besonders an der Ostküste sind Ebbe und Flut so ausgeprägt, dass sich das Meer bis zu 2 km vom Strand zurückziehen kann. Auch wenn man dann nur schlecht baden kann, hat diese Zeit seinen besonderen Reiz, da dann die sansibarischen Frauen ihre Seegrasfelder auf dem Meeresboden bewirtschaften. Ihre bunten Kleider in Kombination mit dem blauen Himmel und dem weißen Sand sehen aus wie gemalt. Diese schöne Kulisse gehört zu Sansibar einfach dazu.

Anreise auf Sansibar

Wenn du vom Festland Tansania kommst, ist eine Möglichkeit mit der Fähre von Daressalam nach Sansibar zu fahren. Die Fähre fährt 4x täglich und kostet 78,65€.

Am besten erreichst du Sansibar mit dem Flugzeug. Es gibt viele Flüge von Europa direkt auf die Insel (z.B. Edelweiss von Zürich). Die Flugdauer beträgt von Zürich rund 10 Stunden. Wenn du vom Festland Tansania kommst, ist es empfehlenswert dir einen Inlandsflug bei Air Tanzania zu buchen. Eine weitere Möglichkeit ist die Anreise mit der Fähre von Daressalam. Ich habe jedoch gelesen, dass die Fähren nicht immer die Sicherheitsansprüche wir bei uns in Europa erfüllen.

Was ist die beste Fortbewegung auf Sansibar?

Insgesamt ist die Infrastruktur der Insel gut, der Verkehr aber in großen Städten aus europäischer Sicht sehr chaotisch.

Mietauto

Du kannst die Insel mit einem Mietauto erkunden, solltest aber beachten, dass hier Linksverkehr herrscht. Autofahren auf Sansibar ist gut möglich jedoch verzichten die meisten Touristen auf ein Mietauto. Ich würde dir empfehlen, mit dem den Taxis zu fahren.

Dala-Dalas

Die lokalen Busse, sind zwar etwas moderner geworden, es handelt sich aber weiterhin um alte importierte Busse aus Japan. Bequem ist was Anderes, dafür sind sie spot billig und der Kontakt zu Locals ist garantiert. Mit den öffentlichen Dala-Dalas brauchst du recht lange, es gibt keinen fixen Fahrplan, sondern die Busse fahren, wenn genug Leute da sind und sind dadurch meistens randvoll mit Einheimischen. Sie sind das einzige öffentliche Verkehrsmittel der Insel. Wer mitfahren möchte, stellt sich an die Straße und hebt die Hand.

Fahrrad

Für kurze Strecken eignet sich auch ein Fahrrad super. Dieses kannst du bei vielen Unterkünften ausborgen. Wir haben pro Rad 5 USD für 24h bezahlt.

Taxi

Die beste und einfachste Fortbewegung sind Taxis. Wir sind auf Tansania alle Strecken mit dem Taxi gefahren. Die Taxipreise sind in Ordnung und für uns die effektivste und schnellste Fortbewegungsmöglichkeit. Achte darauf, vor Beginn der Fahrt einen festen Preis auszuhandeln und steige nur in offiziell registrierte Taxis.

Für kurze Taxistrecken (3km) haben wir 5 USD gezahlt und für lange Strecken (um die 1h) 40 USD. Vergiss nicht aufs Handeln.

Tipp: In den Orten gibt es unzählige private Taxi-Driver. Gefühlt fährt dich jeder dorthin, wo du möchtest bzw. kennt jemanden der dich fährt. Während deiner Reise bekommst du daher unzählige Whatsapp Nummern der Taxifahrer. Diese kannst du immer benutzen um die Preise zu vergleichen und zu sehen, wie weit du den Preis drücken kannst.

Unsere Preise (heruntergehandelt)

  • Paje – Jozani Forest 15€ (hin und zurück) Taxi hat dort auf uns gewartet
  • Airport – Paje 40$ 
  • Paje – Hotel Sahari 5$ 
  • Paje – Kiwengwa 30$ 1h 
  • Kiwengwa – Nungwi 30$ 1h 
  • Nungwi – Stone Town 25$ 1h 
  • Stone Town – Airport 10$

Aufenthaltsdauer auf Sansibar

Ich empfehle dir mindestens 1 Woche auf Sansibar einzuplanen und die Insel mit einer Safari auf dem Festland zu kombinieren.

Welche Übernachtungsmöglichkeiten bieten sich auf Sansibar an?

Wir haben alle Unterkünfte sehr spontan vor Ort über booking.com gebucht. Du findest von Hostels, einfachen Bungalows bis zu Hotelkomplexen und teuren Resorts alles. Je nachdem was du willst und was dein Budget zulässt.

Wenn du keine Verpflegung in der Unterkunft dabei hast, dann achte darauf, dass das Hotel nicht zu weit ab vom Schuss liegt und sich einige Restaurants fußläufig erreichen lassen. In den Hotelanlagen sind ist das Abendessen meist teuer.

Welche Kulinarik erwartet dich auf Sansibar?

Die sansibarische Küche entführt dich in die Welt der orientalischen Gerüche und Geschmäcker. Egal ob Hauptspeise oder Dessert: Fast alles wird mit kräftigen Gewürzen und schmackhaften Currys verfeinert, sogar Kaffee, Tee und Marmeladen.

Auf der Insel wird weniger Fleisch (nur Hühnchen), dafür deutlich mehr Fisch gegessen. Schalentiere wie Hummer, Krebse und Krabben gibt es hier fangfrisch gegrillt oder gebraten und sind ein echter Genuss, wenn du Fisch/ Meerestiere magst.

Was kostet eine Reise auf Sansibar?

Sansibar und Tansania generell ist ein sehr günstiges Urlaubsdomizil.

Bezahlt wird in Tansania Schilling oder amerikanischem Dollar. Euro wird nicht gerne genommen, kann aber am Flughafen oder in den meisten Hotels in Dollar gewechselt werden (Wechselkurs ist aber nicht besonders gut). Wer Geld abheben möchte, kann das in Stone Town tun.

Kostenüberblick Sansibar Rundreise (Kosten pro Person)

Unterkünfte
Sahari Zanzibar (2 Nächte)
Ananda Beach House (2 Nächte)
Zanbluu Beach Hotel (2 Nächte)
Ebony and Ivory Beach Bungalows (2 Nächte)
Tembo House Hotel (3 Nächte)
356,53€
75,09€
44$
137,36$
41,5$
82,02€
Verkehrsmittel
Taxi
Rad
Boot
83,56€
70,16€
5$
8,93€
Verpflegung (Streetfood, Restaurantbesuche, Obst)92,34€
Aktivitäten
Jozani Forest
Trimaran (Bootsfahrt)
Massage
Natural Aquarium Turtels
Prison Island
Gewürzfarm
48,05€
12$
7,50$
10$
10$
3,76€
10$
Flug (Standby)extra
Visum50$
Gesamtausgaben 11 Tage Sansibar625,22€ pro Person

Sicherheit auf Sansibar

Die Einwohner Sansibars sind im Allgemeinen sehr freundlich, hilfsbereit und offen gegenüber Reisenden. 

Die Kriminalitätsrate ist erstaunlich gering. Wir fühlten uns überall sicher, aber empfehlen dennoch nicht im Finsteren alleine unterwegs zu sein (außer in Touristen Abschnitten) und Armenviertel zu meiden.

Oft betteln Kinder nach Essen. Ob sie einfach an Süßigkeiten interessiert sind oder tatsächlich Hunger haben hat sich uns nicht ganz erschlossen wobei wir dennoch glauben, dass sich die Kinder einfach nur freuen, wenn sie von Touristen etwas bekommen.

Ich will ganz ehrlich sein: das Wohlfühlen am Strand kann manchmal durch die große Anzahl an Beach Boys (oftmals auch Fake-Massai genannt – erkennbar an der traditionellen Kleidung) die den Strand entlang spazieren, etwas gestört werden. Immer auf der Suche nach einer Möglichkeit, etwas zu verkaufen, quatschen sie jeden an, der ihren Weg kreuzt. Du wirst freundlich gegrüßt, gefragt, wie es dir geht und wo du herkommst. Nach ungefähr einer Minute Small Talk sollst du dann Schmuck kaufen, eine Tour buchen oder dich massieren lassen. Das ist die ersten Male noch nicht weiter tragisch, kann auf Dauer aber ziemlich nerven. Abwimmeln lassen sie sich nur mühsam. Nicht immer schön, wenn man einfach nur mal den Sonnenuntergang genießen möchte oder am Strand spazieren geht. Aber das ist nun mal Sansibar.

Religion

Rund 95% der sansibarischen Bevölkerung gehören dem Islam an. Ganz anders sieht es am Festland aus, hier bekennt sich der Großteil der Bevölkerung zum Christentum. Trotzdem kann man sich auf Sansibar als Tourist frei bewegen und muss auf keine bestimmte Kleiderkultur achten. Die Frauen kleiden sich mit Röcken und wunderschönen, bunten Tüchern, welche Sie geschickt um ihre Körper wickeln.

Fazit unserer Sansibar Reise

Sansibar ist traumhaft schön, eine Insel zum Verweilen und Entspannen. Die Landschaft ist sehr grün, tropisch und von unzähligen Palmen und Bananenbäumen gesäumt. Es ist geprägt vom Flair vergangener Jahrhunderte und besitzt deswegen einen ganz besonderen Charme. Schnell bekommst du das Gefühl, dass die Uhren hier vor 100 Jahren stehen geblieben sind: alte Bauten, traditionelle Holzschiffe und die Gelassenheit der Bewohner schaffen eine einzigartig ruhige Atmosphäre. Trotzdem sind die Globalisierung und der Fortschritt auch nicht spurlos an der Gewürzinsel im Indischen Ozean vorbeigegangen. Sansibar lebt vom Gewürzhandel und vom Tourismus und ist deswegen optimal auf ausländische Besucher und ferne Reisende eingestellt.

Besonders gut haben mir die Orte Paje und Nungwi gefallen. Es sind beides wirklich süße Orte mit tollen Lokalen, Cafes, vielen Palmen, einem wunderschönen Strand und bieten Erholung pur.

Die tropische Insel besitzt aber auch Schattenseiten… abseits der Traumstrände herrscht Armut und ein großes Müllproblem. Auch die Aufdringlichkeit der Verkäufer zehrt manchmal am Erholungsfaktor. Nichtsdestotrotz habe ich Sansibar sofort in mein Herz geschlossen! An jeder Ecke spürt man das typische entspannte afrikanische Hakuna Matata Feeling und die Lebensfreude der Einheimischen. Auch wenn oder gerade weil sie doch so viel weniger besitzen als wir.

Asante sana Zanzibar!

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