Patagonien (Chile und Argentinien)
Patagonien: Sehenswürdigkeiten, Wanderungen & Tipps für einen Roadtrip durch den Süden von Chile und Argentinien
Patagonien zählt zu den beeindruckendsten Reisezielen für Wanderbegeisterte. Die Region im Süden von Chile und Argentinien begeistert mit einer abwechslungsreichen Landschaft aus schroffen Bergketten, gewaltigen Gletschern, türkisfarbenen Seen und weite Steppen. Besonders die Nationalparks bieten zahlreiche Wanderwege mit spektakulären Ausblicken auf einige der bekanntesten Naturkulissen Südamerikas.
In diesem Beitrag zeige ich euch die Highlights des wilden Patagoniens und gebe euch viele hilfreiche Tipps zu den Unternehmungen, Reiserouten und eine detaillierte Kostenübersicht um euch eure Patagonien-Reiseplanung zu vereinfachen.
Wissenswertes über Patagonien
- Patagonien ist kein eigenes Land, sondern ein Gebiet welches sich über die Länder Chile und Argentinien erstreckt.
- Sicherheit: Patagonien gilt als sehr sicher und der Lebensstandard ist im Vergleich zu den restlichen Landesteilen sehr hoch
- In Patagonien wird sehr stark auf die Umwelt geachtet. Das Gebiet ist daher relativ sauber und gepflegt
- Patagonien ist ein teures Urlaubsziel. Unterkünfte und vor allem Ausflüge sind teuer
- Wetter und Klima: das Wetter in Patagonien kann sehr wechselhaft, regnerisch und teils unberechenbar sein (4-Jahreszeiten an einem Tag). Vor allem heftige Sturmböen machen eine Wanderung oftmals sehr gefährlich bzw. unmöglich und das Wetter sollte nicht unterschätzt werden.
- Vor Wanderungen und gewissen Unternehmungen am besten die Wetterbedingungen checken und sich von der Unterkunft und Einheimischen beraten lassen. Beliebte Wetterapps/Seiten: windguru, meteored
- Patagonien lässt sich auch hervorragend mit dem öffentlichen Bus bereisen. Die Busse sind gut und modern ausgestattet und fahren alle touristischen Attraktionen an und überqueren die Grenze zwischen Chile und Argentinien
- Die Straßenverhältnisse sind durchwegs gut (asphaltiert) und meist ohne Schlaglöcher. Ausnahme ist der Torres del Paine Nationalpark, wo die Straßen nicht asphaltiert und etwas holpriger sind. Ein Allradfahrzeug benötigt man jedoch nicht.
- Während den Fahrten zu den nächsten Orten gibt es keine Dörfer oder Tankstellen. Das Land ist sehr dünn besiedelt
- Internetempfang hat man ausschließlich in den Orten. Auf den Straßen oder in den Nationalparks gibt es keinen Empfang
- Das Flusswasser entlang der Wanderungen ist, sofern es durch Regenfälle nicht braun verfärbt ist, gut trinkbar
- In den Wanderregionen wird meistens schon sehr früh morgens ein Frühstück angeboten, damit man seine Touren rechtzeitig starten kann. Auf Anfrage wird auch eine Lunchbox bereitgestellt, da es bei den meisten Wanderungen keine Einkehrmöglichkeit gibt.
- Empfohlene Reisedauer Patagonien: mind. 10 bis 14 Tage
- Patagonien ist auch zum Campen recht gut geeignet. In den Nationalparks gibt es wenige schöne Campingplätze und Hütten, welche jedoch ebenfalls rechtzeitig gebucht werden sollten
- eSIM: um vor Ort jederzeit Internet zu haben, ist es ratsam sich vor Abreise eine eSIM zu besorgen. Hier ich kann ich dir besonders die eSIM von Holafly empfehlen. Hol dir jetzt deine eSIM und spare dir Stress und viel Zeit: über folgenden Buchungslink oder mit dem Rabattcode: „CHRISTINASTRAVELWORLD“ erhältst du 5% Rabatt auf deinen Einkauf bei Holafly! Deine Vorteile mit der eSIM von Holafly auf einen Blick:
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- 24/7 Kundensupport auf Deutsch
Beste Reisezeit für Patagonien:
- Sommer und Hauptsaison: von Dezember bis Februar/März. Temperaturen von 15 bis ca. 20 Grad, an besonders schönen Tagen sogar noch etwas wärmer. Perfekte Zeit für Trekking, starke Sommerwinde, Hochsaison für den Tourismus – einige Aktivitäten und Unterkünfte sollten länger im Voraus gebucht werden.
- Nebensaison: Frühling von ca. Oktober bis November: Temperaturen um die 8 bis 15 Grad. Ebenfalls eine gute Reisezeit für Wanderungen.
- Herbst: März bis Mai: schöne und bunte Herbstlandschaft
- Winter: Juni bis ca. August/September, teilweise Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und Schnee. Viele Aktivitäten und Wanderungen sind aufgrund von Schnee nicht möglich.
Wir haben Patagonien Mitte November bereist. Schneefelder beim Wandern gab es nicht mehr. Das Wetter war sehr durchwachsen mit Regen und starken Wind. Dazwischen kam immer wieder mal die Sonne durch. Die Temperaturen waren im Durchschnitt bei ca. 10 Grad und für Outdoor-Unternehmungen sehr angenehm.
Tipp: unbedingt eine warme und windfeste Daunenjacke mitnehmen sowie wasserfeste Wanderschuhe.


Unsere detaillierte Reiseroute durch Südamerika (Chile, Bolivien, Argentinien):

Mit unserer Reiseroute war ich im Nachhinein sehr zufrieden. Wer etwas mehr Zeit mitbringt, kann diese in der Atacama Wüste oder in Patagonien für eine zusätzliche Wanderung nutzen. Viele bereisen auch nur Patagonien. Ich persönlich fand jedoch die Abwechslung zwischen den verschiedenen einzigartigen Landschaften und Klimazonen besonders reizvoll! Den Tag 13 hätten wir noch im Torres del Paine NP verbringen wollen, haben uns aber aufgrund des Wetters dagegen entschieden.
Die Unterkünfte haben wir hauptsächlich über booking.com gebucht. Unsere schönsten Unterkünfte während der Reise:
- Ckoi Lodge (San Pedro de Atacama in Chile)
- Riverline Lodge in Cerro Castillo (nähe Torres del Paine NP in Chile): traditionelle und gemütlich eingerichtete Unterkunft mit Kamin im Zimmer (direkt auf der Homepage gebucht – nicht auf booking.com zu finden)
- La Estepa in El Calafate: Zimmer und Restaurant mit tollem Panoramablick auf die Lagune (etwas am Stadtrand gelegen weshalb sich ein Mietauto empfiehlt)
Kostenübersicht für drei Wochen Südamerika
Die Flugpreise sowie Eintrittspreise sind pro Person und in Euro angegeben. Die Unterkünfte sind Gesamtpreise (für 2 Personen). Stand November 2025:
Nicht inkludiert sind Essen und Getränke außerhalb der gebuchten Verpflegung. Für Restaurantbesuche (Hauptgang + Getränk) haben wir im Durchschnitt ab ca. 15 Euro bis 25 Euro pro Person bezahlt.
| Flug von Wien mit Iberia über Madrid nach Santiago de Chile | 1.193,24 |
| Flug Santiago de Chile/Calama (Atacama Wüste) | 100,99 |
| Ckoi Atacama Lodge in San Pedro (4 Nächte inkl. Frühstück) | 274,42 |
| Jeep Tour „Salar de Uyuni“ in Bolivien mit Travel Uyuni Premier | 296,85 |
| Flughafentransport Calama/San Pedro | 48,40 |
| Taxi San Pedro/Flughafen Calama | 85,20 |
| Valle de la Luna Eintritt | 12,00 |
| Mietauto Atacama von Chimpsi Rent a Car für 2 Tage | 190,00 |
| Mietauto Atacama von Rent a Hilux für 1 1/2 Tage | 90,00 |
| Flug Calama/Santiago de Chile | 65,83 |
| Flug Santiago de Chile/Punta Arenas | 82,31 |
| Eintritt Lagunas Miscanti y Miñiques und Piedras Rojas | 13,92 |
| Eintritt Lagunas Escondidas de Baltinache | 11,50 |
| Eintritt Geysers Del Tatio | 14,40 |
| Mietwagen Patagonien | 912,03 |
| Fahrbewilligung Argentinien | 202,37 |
| Hotel Albatros in Punta Arenas (1 Nacht inkl. Frühstück) | 61,26 |
| Unterkunft Hostal Alcázar in Punta Natales (1 Nacht inkl. Frühstück) | 69,00 |
| Unterkunft Riverline Lodge (2 Nächte inkl. Frühstück) | 210,80 |
| Unterkunft Estancia Hosteria La Estepa in El Calafate (3 Nächte inkl. Frühstück) | 176,23 |
| Unterkunft Hostel Pioneros del Valle in El Chalten (2 Nächte inkl. Frühstück) | 160,11 |
| Unterkunft Estancia Hosteria La Estepa (1 Nacht inkl. Frühstück) | 58,00 |
| Flug Punta Arenas/Santiago de Chile | 74,31 |
| Unterkunft Courtyard by Marriott Santiago Airport | 100,17 |
| Ticket Torre del Paine Nationalpark | 32,79 |
| Gletscherwanderung Minitrekking 2 | 204,90 |
| Ausflug Isla Magdalena (Pinguine) | 129,00 |
| Spritkosten während der gesamten Reise | 312,49 |
| Gesamtausgaben pro Person | 3.707,28 |
| Gesamtausgaben für Flüge pro Person | 1.516,68 |
| Gesamtausgaben für Eintritte und Ausflüge pro Person | 715,36 |
| Gesamtausgaben für Transfer (Taxi/Mietwagen/Tanken) pro Person | 920,25 |
| Gesamtausgaben für Unterkünfte pro Person | 555,00 |
Anreise und Ausgangspunkt für eine Reise nach Patagonien
Patagonien erschreckt sich über Argentinien und Chile weshalb von beiden Ländern eine Rundreise gestartet werden kann. In Patagonien gibt es folgende Flughäfen. Diese sind meist über Inlandsflüge aus der jeweiligen Hauptstadt (Santiago de Chile/Buenos Aires) am günstigsten und besten erreichbar:
- Punta Arenas: Aeropuerto Internacional Presidente Carlos Ibañez del Campo (PUQ) (Chile)
- Puerto Natales: Aeródromo Teniente Julio Gallardo (PNT) (Chile)
- El Calafate FTE (Argentinien)
- Ushuaia: USH (Argentinien) – südlichste Stadt der Welt und Ausgangspunkt für Exkursionen in die Antarktis
Wir sind per Inlandsflug aus der Hauptstadt von Chile (Santiago de Chile) nach Punta Arenas angereist. Davor haben wir noch knapp eine Woche in der Atacama Wüste verbracht und das mit einer dreitägigen Salar de Uyuni Tour in Bolivien kombiniert. Mehr zur Atacama Wüste sowie hilfreiche Tipps für die Planung einer Südamerika Rundreise findet ihr im folgenden Blogbeitrag:
Mietwagen in Patagonien
Da wir vor Ort flexibel und unabhängig sein wollten, haben wir uns trotz des gut ausgebauten öffentlichen Busnetzes für einen Mietwagen entschieden. Wir haben unseren Mietwagen wie immer über das Vergleichsportal check24.de gebucht und hatten den Anbieter Lucano Rent a Car in Patagonien. Der Vermieter besitzt vor Ort kein Büro, sondern die Übergabe kann frei gewählt werden (z.B. Flughafen oder Unterkunft in Punta Arenas). Meistens haben wir mit dem Vermieter über WhatsApp Kontakt gehalten was sehr unkompliziert und einfach funktioniert hat. Unser Auto war in einem top Zustand und sehr hochwertig und modern ausgestattet (4×4 Allradantrieb, Sitzheizung, Automatikgetriebe, etc.) Ich kann euch den Anbieter sehr empfehlen.
Durch die etwas schlechten Straßen im Torres del Paine NP empfiehlt sich ein etwas höher gelegenes Auto. Allradantrieb wird nicht benötigt. Zu beachten ist, dass man das Auto wieder im gleichen Land zurückgeben muss
- Kosten: 912 Euro inkl. Versicherung ohne Selbstbehalt
- Mietdauer: 10 Tage
- Vermieter: Lucano Rent a Car (über check24.de gebucht)
- Genehmigung für die Einreise nach Argentinien: 202,37 Euro
Grenzüberschreitung nach Chile/Argentinien
Zu beachten ist, dass man nicht mit jedem Auto über die Grenze nach Argentinien fahren darf. Am besten vor der Buchung das Kleingedruckte durchlesen bzw. bei der Autovermietung direkt nachfragen. Für die Fahrt nach Argentinien muss jedoch in jedem Fall eine eigene Fahrerlaubnis über die Autovermietung beantragt werden, welche, je nach Aufenthaltsdauer, gute 200 Dollar kosten kann. Bei der Mietübernahme erhält man anschließend die Papiere für die Fahrt nach Argentinien. Die Unterlagen werden an den jeweiligen Grenzen streng kontrolliert. Ohne diese Genehmigung darf man nicht über die Grenze fahren.
Achtung: Fahrt vom Torre del Paine Nationalpark (Chile) nach El Calafate/El Chalten in Argentinien: Das Navi schickt einem nach dem Grenzübergang bei Cerro Castillo über die Route 40 und anschließend über eine Abzweigung bei „Tapi Aike“ über die Route 7 nach El Calafate. Die Route 7 soll in einem sehr schlechten Zustand (Schotterpiste mit vielen Schlaglöchern) sein! Ich würde euch dringend raten, bei „Tapi Aike“ nicht abzubiegen, sondern gerade der Route 40 über Esperanza weiter zu folgen und so nach El Calafate zu fahren (schöne asphaltierte Straße). So haben wir es ebenfalls gemacht.
Punta Arenas (Chile)
Punata Arenas ist ein kleiner Küstenort an der Straße von Magellan (Meeresenge) und für viele Touristen der Ausgangspunkt in Chile (Flughafen Aeropuerto Internacional Presidente Carlos Ibañez del Campo), um Patagonien zu erkunden. Von Santiago de Chile gibt es mehrmals täglich Flüge nach Punta Arenas. In der Stadt und der näheren Umgebung gibt es nicht wirklich viel zu erkunden außer, einen Bootsausflug zur Isla Magdalena und Isla Marte. Falls man sich für den Ausflug entscheidet, sollte man sich zumindest einen halben Tag bis Tag in Punta Arenas einplanen.
Bootsausflug zur Isla Magdalena und Isla Marta
Auf Isla Magdalena lebt eine kleine Pinguin Kolonie, welche man mittels des Bootsausfluges besuchen kann. Nach einer rund 40-minütigen Bootsfahrt über den rauen Atlantik, wo wir bereits vom Boot aus kurz Delfine und Robben entdecken konnten, erreicht man Isla Magdalena. Über einen 1,2 km langen Rundweg kann man die Insel, den Leuchtrum und die süßen Pinguine beobachten (1h Zeit). Danach steuert das Boot noch die Insel Marta an. Vom Deck des Bootes aus kann man einige Robben beobachten. Die Insel selbst darf leider nicht betreten werden.
- Kosten: 129 Euro pro Person (inkl. Bustransfer von Punta Arenas zum Hafen, Snacks und Getränke)
- Gebucht über: GetyourGuide, HIER geht´s zum Ausflug
- Anbieter vor Ort: Solo Expediciones Patagonia
- Dauer: ca. 5 Stunden
- Beste Zeit: September bis März (da befinden sich die meisten Pinguine auf der Insel)
- Brutzeit: November, die Kleinen schlüpfen dann im Dezember
- Fazit zum Ausflug: Wir fanden den Ausflug zu den Pinguinen ganz nett jedoch hätten wir uns auf der Insel eine etwas größere Anzahl an Pinguine erwartet. Dafür ist der Preis für den Ausflug recht hoch, was jedoch auf alle Aktivitäten in Patagonien zutrifft. Die Gruppen sind relativ groß (mehrere Busse)


Punta Natales (Chile)
Nach dem Ausflug ging unsere Reise mit dem Mietwagen weiter nach Punta Natales, wo wir eine Nacht verbracht haben und am Nachmittag noch einen Spaziergang durch die kleine Stadt gemacht habe und lecker Essen gegangen sind.
Restaurant-Empfehlungen:
- Chocolatería Patagonia Dulce: sehr leckere Torten!
- Rustika Restobar: uriges Restaurant mit lecker Quesadillas
Torre del Paine Nationalpark (Chile)
Der riesige Torre del Paine Nationalpark ist mit seinen türkisfarbenen Lagunen, den Gletschern und markanten Bergen einer der schönsten und beliebtesten Nationalparks in gesamt Patagonien. Neben unzähligen und ausgedehnten Trekkingtouren kann man hier auch Wildtiere wie Pumas und Guanakos beobachten.
Wir haben uns vorab online ein Ticket für den Park gekauft. Ansonsten kann man auch direkt bei den Gates vor Ort ein Ticket kaufen.
Kosten für das Ticket pro Person/Tag: 32.400 CLP = rund 32 bis 33 Euro
Für die Erkundung des Nationalparks sollte man sich mindestens drei volle Tage einplanen. Falls man viele Wanderungen unternehmen möchte kann man auch gut eine Woche im Nationalpark verbringen. Nicht zu unterschätzen sind jedoch die langen Fahrtwege bis zum Nationalpark und auch innerhalb des Parks, wobei die Landschaft während der Autofahrt schon spektakulär ist. Ebenfalls zu beachten ist das Wetter, welches sehr wechselhaft und regnerisch sein kann. Hier sollte man noch zusätzlich extra Tage einplanen.
Als Ausgangspunkt für die Erkundung des Nationalparks gibt es drei Optionen – der Nationalpark selbst hat mehrere Eingänge:
- Übernachtung in Puerto Natales rund 1 1/2 Stunden Fahrt vom Eingang des Parks (Acceso Serrano) entfernt
- Cerro Castillo rund 50 Minuten Fahrt vom Eingang des Parks (Entrada Laguna Amarga) entfernt.
- Übernachtung in den wenigen Hotels/Unterkünfte/Hütten und Campingplätze direkt im Park – jedoch sehr teuer. Hier ein paar zur Übersicht:
- Hotel Lago Grey
- Hotel Explora Patagonia Torres del Paine
- Camping Lago Pehoe
- Hosteria Pehoe
- Refugio Grey
Eine Nacht haben wir in Puerto Natales verbracht und weitere 2 Nächte in Cerro Castillo.
Der Ort Cerro Castillo liegt an der Grenze zu Argentinien und ist wirklich sehr klein und verfügt lediglich über ein Café, Restaurant und einen kleinen Supermarkt. Es gibt nicht einmal eine Tankstelle. Dennoch empfanden wir den Ort als einen guten Ausgangspunkt um den Nationalpark Torres del Paine zu erkunden, da die Fahrt nicht ganz so weit entfernt ist wie von Puerto Natales. Vor allem wenn ihr die lange Wanderung zum Base del Torre machen möchtet, muss man früh starten und da bietet Cerro Castillo den perfekten Ausgangspunkt. Mit unserer Unterkunft, der Riverline Lodge, im traditionell gemütlichen Ambiente, waren wir auch sehr zufrieden. In der Unterkunft wird morgens Frühstück serviert und abends kann man ein leckeres Abendessen dazu buchen. Auf Anfrage kann man auch jeweils 20 Liter Sprit kaufen jedoch ist dieser gute 50 Prozent teurer als an den Tankstellen. Die nächste Tankstelle befindet sich in Puerto Natales oder in Esperanza (Argentinien)
Die schönsten Aussichtspunkte und Wanderungen im Torres del Paine Nationalpark
- Mirador Condor: Kurze und eher einfache Wanderung zu einem tollen Aussichtspunkt
- Dauer: für die gesamte Wanderung sollte man ca. eine Stunde einplanen
- Schwierigkeit: einfach, stetig bergauf jedoch nicht zu steil (rund 200hm)
- Ausgangspunkt: ganz kleiner Parkplatz neben der Straße bei einem Aussichtspunkt kurz vor der Unterkunft „Hosteria Pehoe“. Ein Schild markiert den Start der Wanderung. Danach ist der Weg selbsterklärend
- Broadwalk: Kleiner Steg zum Spazieren mit schöner Aussicht, welcher direkt beim Parkplatz in der Nähe des Hotels „Explora Patagonia Torres del Paine“ startet.
- Salto Grande: vom Parkplatz in wenigen Minuten erreichbar, tolle Aussichtsplattform auf den Wasserfall
- Lago Pehoé: Kleine Buchten und Aussichtspunkte entlang der Straße
- Wanderungen Mirador Cuernos: einfache, eher flach verlaufende schöne Wanderung (rund 1 1/2 bis 2 Stunden). Ausgangspunkt ist der Parkplatz für den Salto Grande. Leider konnten wir aufgrund des unfassbar starken Windes die Wanderung nicht machen.
- Lago Grey/Glaciar Grey – den Lago Grey sowie den dazugehörigen Gletscher kann man entweder mittels einer Bootsfahrt, einer längeren Wanderung oder einer Kajaktour besichtigen. Da die Bootsfahrt relativ beliebt ist, würde ich euch raten, diese bereits im Voraus online zu buchen. Leider konnten wir aufgrund des starken Windes und des verregneten Wetters den Lago Grey nicht besuchen. Wir hätten sonst sehr gerne eine Kajaktour unternommen.
- Cascada Rio Paine: Wasserfall und Aussichtsterrasse außerhalb des Parks
- Laguna Azul/Laguna Amarga
Gut zu wissen: vor Ort gibt es leider kein Kartenmaterial weshalb man sich vorab die Karte online downloaden sollte. Dort findet man viele Wanderungen, Aktivitäten und Aussichtspunkte abgebildet. HIER geht´s zur Karte.


Mirador Las Torres Base (Wanderung)
Die Wanderung zum Mirador Base de Torre ist wohl die beliebteste Wanderung im Nationalpark. Die Wanderung ist zwar technisch nicht zu anspruchsvoll aber aufgrund der Länge, der Höhenmeter und der gegebenenfalls schlechten Wetterbedingungen trotzdem nicht zu unterschätzen.
Anfangs verläuft der Weg recht flach bevor der Wanderweg dann rasch stetig bergauf führt und man einen schönen Blick runter ins Tal hat. Danach erreicht man den sogenannten „Windypass“ mit toller Aussicht auf die umliegenden Berge. Fürs erste hat man den Anstieg geschafft und wandert recht gemütlich an der „Refugio El Chileno“ Hütte vorbei durch ein Waldstück. Später lichtet sich der Wald etwas und nun beginnt der anstrengendste Part der gesamten Wanderung – der felsige Aufstieg über Geröll zum Mirador. Hier ist definitiv etwas Kondition gefragt. Oben angekommen sollte man, zumindest wenn das Wetter mitspielt, einen beeindruckenden Blick von der türkisfarbenen Gletscherlagune auf die Torres del Paine haben – das wohl bekannteste Fotomotiv ganz Patagoniens! Wir hatten an diesem Tag leider Pech mit dem Wetter und konnten die berühmten Felstürme durch den Nebel leider nicht sehen. Trotz des andauernden Regens waren die Wege nicht rutschig und auch nicht gefährlich zu gehen.
- Ausgangspunkt und Parkplatz: „Welcome Center“ im Nationalpark
- Dauer: rund 8 Stunden reine Gehzeit (Hin und zurück). Wir haben für die gesamte Wanderung inkl. nur sehr wenigen, kleinen Pausen 8 1/2 Stunden gebraucht.
- Länge: 22 bis 25 km (inkl. Rückweg)
- Rundweg: nein, man wandert den gleichen Weg wieder zurück
- Höhenmeter: knapp 1.100hm
- Einkehrmöglichkeit: Refugio El Chileno (rund 1 1/2 bis 2 Std. vom Mirador Las Torres entfernt)
- Schwierigkeit: mittel (Wege an sich nicht anspruchsvoll aber sehr lange Wanderung und Höhenmeter)
- Achtung: starker Wind und matschige Wege
- Gut zu wissen: sehr früh starten! Die Wanderung ist lang weshalb man viel Zeit einplanen sollte (8 bis 10h). Am besten gleich nach Sonnenaufgang starten um auch den Touristenmassen aus dem Weg zu gehen. Beim Rückweg sind uns trotz des miesen Wetters richtig viele Menschen und Gruppen entgegen gekommen. Der Weg ist gut beschildert.
- Packliste: Regenschutz, Wanderschuhe und Stöcke, Sonnenschutz und Hut, Handschuhe, viel Wasser und Snacks/Jause
- Foto–Tipp: besonders schön sind die Torres bei Sonnenaufgang. Dabei empfiehlt sich eine Übernachtung in der Refugio El Chileno (Zelte vorhanden)


Mehrtägige Wanderungen durch den Torres del Paine NP
Der W Treck und O Treck sind sehr beliebte mehrtägige Wanderungen durch die atemberaubende Landschaft des Nationalparks. Dabei sind in mehreren Tagen tägliche Etappen von rund 20 bis 25 km zu meistern. Geschlafen wird in Hütten (= Refugios) oder Zelten. Falls ihr so eine Wanderung plant, dann müsst ihr schnell sein, da die Übernachtungsmöglichkeiten rasch ausgebucht sind. Campingequipment kann man sich z.B. in Puerto Natales ausborgen.
Aufgrund des unberechenbaren Wetters und der langen Etappen habe ich mich gegen eine solche Wanderung entschieden und bin auch sehr froh darüber, da wir im NP nur wenig Glück mit dem Wetter hatten.
El Calafate (Argentinien)
Die kleine Stadt hat eine entspannte Atmosphäre mit vielen Restaurants, Cafés, Outdoor-Geschäften sowie Büros der verschiedenen Tourenanbieter. El Calafate liegt am Lago Argentino und gilt als Tor zum berühmten Los Glaciares National Park (unter anderem Ausgangspunkt für einen Besuch des Perito Moreno Gletschers). Von hier aus (Flughafen vorhanden) reisen die meisten Besucher weiter nach El Chaltén (Wanderparadies am Fitz Roy) oder zum Torres del Paine National Park in Chile.
Empfohlene Dauer: 2 volle Tage – wer zeitlich sehr knapp ist, kann auch nur einen vollen Tag einplanen
Unternehmungen in El Calafate
Die Hauptattraktion ist ganz klar die Besichtigung des Gletschers (siehe nächster Punkt). Ansonsten gibt es nicht allzu viel zu unternehmen, da El Calafate kein klassisches Wandergebiet ist.
- Laguna Nimez – diese Lagune ist vor allem für Vogelbeobachter zu empfehlen. Der Rundweg um die Lagune dauert rund eine Stunde
Kosten: ca. 7 Euro pro Person (das Ticket ist eine Woche lang gültig) - Kajak-Tour entlang des Perito Moreno Gletschers
- Bootstour auf dem Lago Argentino
- 4×4 Entdecker-Tour
- Besuch einer Estancia: traditionelle patagonische Ranch (z.B. in Verbindung mit einem Reitausflug)
Restaurants in El Calafate:
- Buenos Cruces Pasta Bar – nettes Ambiente und leckere Pasta Gerichte
- Isabel Cocina al Disco – sehr leckere traditionelle Küche. Hier empfiehlt es sich eine Hauptmahlzeit zu zweit zu teilen. Besonders können wir euch die Guanaco-Pfanne (Lama) und die Schweinemedaillons in Pfeffersoße empfehlen
- Cerveza Patagonia Refugio Calafate – Guanaco-Burger mit landestypischem Lamafleisch


Perito Moreno Glacier Walkways
Von El Calafate erreicht man nach einer guten halben Stunde Fahrt den Eingang des Los Glaciares Nationalpark. Entlang des Lago Argentino erreicht man nach weiteren 30 Minuten Fahrt den Parkplatz für den Aussichtspunkt zum Gletscher. Während der Strecke gibt es wenige Aussichtspunkte zum Halten.
Am Parkplatz angekommen kann man sich dann über verschiedene Wege in Form von Treppen und Stege einen aussichtsreichen Weg entlang des Gletschers bahnen. Wir sind die gesamten markierten Wege (blau, orange, rot) abgelaufen, wobei der Weg um einiges schneller ist als auf der Karte vor Ort beschildert. Von den Aussichtsplattformen hat man einen beeindruckenden Blick auf die riesigen und imposanten Eismassen des Gletschers, welche bis zu 70m in die Höhe ragen. Immer wieder hört man es krachen und Eisblöcke stürzen ins Wasser. Ein faszinierendes Naturschauspiel! Es lohnt sich deshalb etwas mehr Zeit auf der Aussichtsplattform einzuplanen um den Gletscher etwas beobachten zu können.
- Eintritt pro Person: 45.000 ARS = rund 27 Euro (vor Ort in bar oder mit Kreditkarte zu zahlen)
- Gut zu wissen: wenn man den Park für zwei Tage bucht, dann ist der zweite Tag um 50% günstiger. Der Eintritt gilt für den gesamten Los Glaciares Nationalpark (auch El Chalten)
- Empfohlene Zeit: für den Besuch auf der Plattform rund 2 bis 3 Stunden einplanen (ohne Anreise)



Gletscher Trekking am Perito Moreno
Ein Erlebnis der ganz besonderen Art ist die Erkundung des Gletschers bei einer geführten Wanderung. Plötzlich taucht man in eine surreale Welt aus hunderten Jahren alten Eis und skurrilen Eisformationen ein.
Bereits von zuhause haben wir das Gletscher Trekking über den Anbieter Hielo y Aventura gebucht. Angeboten werden insgesamt drei verschiedene Touren:
- Minitrekking 1: 3 km familienfreundlich
- Minitrekking 2: 6 km
- Dauer: 6 Stunden, davon rund 1 1/2 Stunden direkt auf dem Gletscher
- Kosten pro Person: ab 320.000,- ARS (knapp 191 Euro)
- Big Ice: 15 km
- Dauer: 8 Stunden, davon rund 3 Stunden direkt am Gletscher
- Kosten pro Person: ab 554.000,- ARS (ab ca. 300 Euro)
- Achtung: nur für eine bestimmte Altersgruppe und Menschen mit einer guten Grundkondition geeignet.
Weitere Infos zu den Touren:
- Die Touren sind online oder in El Calafate im Büro buchbar. Besonders in der Hauptsaison sollte man die Touren aber im Voraus buchen.
- Verpflegung und Getränke sowie der Eintritt in den Nationalpark sind im Preis nicht inkludiert. Wasser und eine Jause sind eigenständig mitzunehmen.
- Warme Kleidung, Handschuhe und Sonnenbrille nicht vergessen
- Transport ab El Calafate zum Ausgangspunkt der Tour ist separat dazu buchbar. Je nachdem welches Trekking man bucht, hat man noch die Möglichkeit, davor oder danach die Aussichtsplattform des Gletschers (Perito Moreno Glacier Walkways) zu besuchen. Wir haben die Aussichtsplattform den Tag davor bereits besucht um mehr Zeit zu haben.
- grundsätzlich finden die Touren bei jeder Witterung statt und werden nicht abgesagt
- Der Gletscher ist nur mittels einer Tour und nicht eigenständig zugänglich
Ursprünglich haben wir die Big Ice Tour gebucht jedoch mussten wir vor Ort aufgrund der Wetterbedienungen etwas umdisponieren und konnten nur die Minitrekking Tour Nr. 2 machen. Solltet ihr aber fit genug sein, würde ich euch die Big Ice Tour empfehlen. Auf dem Gletscher zu wandern ist so beeindruckend, dass uns die Zeit viel zu schnell vergangen ist.


Minitrekking 2
Die Trekking Tour ermöglicht es, den Gletscher noch einmal von einer ganz anderen Perspektive kennenzulernen. Vom Ausgangspunkt am Hafen (Puerto Bajo las Sombras – Hielo y Aventura – innerhalb des Nationalparks – Parkplätze vorhanden) steigt man auf ein Boot und fährt, vorbei am Gletscher, auf die andere Uferseite, wo die Wanderung beginnt. Erstmals verläuft der Weg entlang der steilen Gletscherwände etwas weiter nach hinten, vorbei an einem beeindruckenden Wasserfall, wo sich der Zustieg zum Gletscher befindet. Während des Weges hat man bereits eine atemberaubende Aussicht und Zeit, Fotos zu machen. Für das Trekking auf dem Eis bekommt man noch Steigeisen und dann kann das Abenteuer auch schon beginnen. Der Reihe nach bahnt man sich einen Weg durch die beeindruckende Gletscherwelt mit eisblauen Schluchten und kleinen Bachverläufen. Unser Guide hat immer wieder angehalten und uns die Zeit gegeben, um diese beeindruckende Natur auf uns wirken zu lassen und Fotos machen zu können. Nach der unvergesslichen Zeit auf dem Gletscher gab es noch eine Pause an einem idyllischen Picknick-Platz etwas oberhalb im Wald, wo man seine selbst mitgebrachte Jause essen konnte, bevor es über einen aussichtsreichen Weg wieder zurück zum Boot und dem Hafen ging.
Keine Frage, der Preis dieser Touren sind nicht günstig aber für uns war es ein einmaliges Erlebnis und ein ganz großes Highlight unserer gesamten Südamerika Reise und einfach jeden Cent wert!


Reitausflug in El Calafate
Patagonien ist generell ein toller Ort um einmal reiten zu gehen. An allen touristischen Orten kann man diverse Reitausflüge buchen. Es besteht sogar die Möglichkeit, mehrere Tage mit den Pferden unterwegs zu sein. Da wir in El Calafate noch Zeit hatten, haben wir uns für den Sonnenuntergangs-Reitausflug durch die Cerro Frias mit anschließendem Dinner in einer traditionellen Estancia entschieden.
- Kosten pro Person: 160.000 ARS (rund 95 Euro)
- Dauer: ca. 4 Stunden
- Gebucht bei: Brasileiros em El Calafate – direkt vor Ort im Büro
- Inklusive: Transfer ab El Calafate, 1 1/2 Stunden reiten, anschließendes 3-Gänge Menü (Erbsensuppe, traditioneller Eintopf, Schokokuchen) in der Estancia (Cerro Frias).
- Gut zu wissen: keine Reiterfahrungen notwendig
Auch wenn wir wetterbedingt leider keinen Sonnenuntergang sehen konnten, hat mir die Tour sehr gut gefallen, da es für mich eine ganz neue Erfahrung war.


El Chalten (Argentinien)
El Chalten ist ein kleines Bergsteigerdorf am Fuße des imposanten Fitz Roy Massivs und vor allem bei Wanderern und Kletterer aus aller Welt sehr beliebt. Hier gibt es viele verschiedene tolle Wanderungen zu unternehmen.
Weitere Unternehmungen und Wanderungen in El Chalten:
- Kajak und Rafting-Touren am Las Vueltas River
- Loma del Pliegue Tumbado Wanderung: ebenfalls eine beliebte Wanderung mit rund 20km
- Chorrillo del Salto (Wasserfall): rund 4 km vom Ort entfernt, alternativ kann man mit dem Auto bis nach hinten zum Parkplatz fahren und erreicht dann den Wasserfall in rund 500 Meter
- Gletscherwanderung auf dem Viedma-Gletscher
Restaurants in El Chalten:
- Parrilla La Oveja Negra: leckere argentinische Steaks (rund 45 Euro für ca. 600 bis 700g exklusive Beilagen)
- La Senyera: landestypische Eintöpfe


Die schönsten Wanderungen in El Chalten
Laguna Torre
Die Wanderung zur Laguna Torre ist zwar eine weite aber dafür eine technisch und konditionell recht einfache Wanderung. Am Anfang verläuft der Weg sanft bergauf. Bis zum „Mirador Margarita“ wo man einen schönen Ausblick auf die Landschaft und das Flussbett hat. Danach verläuft der Weg recht flach durch offene Täler und Wälder meist jedoch landschaftlich wenig abwechslungsreich bis zu der Laguna Torre. Leider ist die Lagune nur mit braunem Wasser gefüllt jedoch ist der Anblick dennoch sehr beeindruckend.
- Ausgangspunkt Google Maps: „Sendero a la Laguna Torre“ in El Chalten
- Parkplätze vorhanden (kostenlos)
- keine Eintrittsgebühr
- Dauer: rund 6 bis 8 Stunden (wir haben rund 6 Stunden für die Wanderung inkl. Pause bei der Lagune genötigt)
- Länge: 18 km (inkl. Rückweg)
- Höhenmeter: rund 300 bis 400hm
- Rundwanderweg: nein
- keine Einkehrmöglichkeit
- 2 WC Stationen entlang der Wanderroute


Laguna de los Tres
Diese Wanderung war einer unserer anstrengendsten Wanderungen aber auch gleichzeitig die schönste Wanderung während unserer gesamten Patagonien Reise, was vermutlich nicht nur an dem perfekten Wetter gelegen hat, sondern auch an der landschaftlich reizvollen und abwechslungsreichen Route. Der Weg verläuft zu Beginn stetig bergauf bis man nach rund 4 km die Lagune Capri erreicht und bereits den Fitz Roy erblickt. Nach weiteren 2 km öffnet sich die Landschaft noch weiter und der Wanderweg führt auf einem Hochplateau mit fantastischer Aussicht auf den Fitz Roy vorbei an kleinen Flüssen und über Brücken. Die letzten 2 km hinauf zur Laguna de Los Tres haben es jedoch in sich. Über Felsen schlängelt sich der Weg steil bergauf bis zur Lagune. Der Weg ist zwar technisch nicht allzu schwierig aber dafür ist umso mehr Kondition gefragt. Nach rund 12 km hat man es nach oben geschafft und kann bei diesem Bergpanorama sein Glück kaum fassen!
Geheim-Tipp: Laguna Sucia – auf gar keinen Fall verpassen!
Wenn man runter ans Ufer der Laguna de Los Tres läuft und anschließend direkt links den Hügel hinauf wandert, dann erblickt man noch eine zweite Lagune (Laguna Sucia). Die Aussicht von hier oben auf die beiden Lagunen ist einfach nur atemberaubend schön!
- Ausgangspunkt: Trailhead for Fitz Roy (Parking) – am Ortsende von El Chalten
- Parkplätze vorhanden (kostenlos)
- Eintrittsgebühr: beim Parkplatz ist ein kleines Häuschen, wo man den Eintritt zum NP zahlen muss. Wenn man wie wir jedoch früh genug startet, entfällt der Eintritt 😉
- Dauer: 4 bis 5 Stunden reine Gehzeit pro Strecke! Gesamtwanderung inkl. Pausen rund 11 Stunden
- Länge: ca. 25 km
- Höhenmeter: knapp 1.000hm
- keine Einkehrmöglichkeit
- Rundwanderweg: nein
- keine Toiletten entlang des Weges
- Tipp: sehr früh morgens starten! Wir haben die Wanderung noch im Dunkeln um 4 Uhr morgens gestartet und haben den Sonnenaufgang während der Wanderung erlebt und waren um 15 Uhr zurück beim Parkplatz
- Campingplatz unterhalb der Laguna Torre: Agostini Campground






Fazit Patagonien
Eines muss ich vorweg schon zugeben, mit dem patagonischen Wetter konnte ich mich nicht ganz anfreunden. Oft war es bewölkt, teilweise regnerisch und wahnsinnig windig, sodass wir sogar aufpassen mussten nicht zu fallen. An zwei Tagen wurden wegen des starkten Windes sogar Straßen gesperrt, was für die Region nicht üblich ist. Dadurch konnten wir nicht alle unsere geplanten Aktivitäten umsetzen, sondern mussten ab und zu etwas umplanen. Nichtsdestotrotz ist die Landschaft wunderschön und vor allem der Gletscher hat uns sehr beeindruckt. Da ich in Österreich wohne und in meiner Heimat sehr viel in den Bergen unterwegs bin, habe ich aber festgestellt, dass man für schöne Wanderungen nicht zwingend ans andere Ende der Welt reisen muss. Da wir aber während unserer Südamerika Reise auch die Atacama Wüste in Chile besucht haben und eine geführte Jeeptour durch Bolivien (Salar de Uyuni) unternommen haben, fand ich die Abwechslung sowie der Kontrast zu den unterschiedlichen Landschaften und Klimazonen sehr interessant.
HIER geht’s zu den restlichen Blogbeiträgen unserer dreiwöchigen Südamerika-Rundreise:

Atacama Wüste in Chile
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